Achtsamkeit,  Corona,  Leben

Abstand halten

Wenn ein Treffen miteinander ein einfaches neben einander her laufen ist, auf Abstand bleiben, weil man sich und andere schützen will, vernünftig sein und bloß niemanden gefährden. Eine Umarmung wird zum „No Go“, ein herzlicher Händedruck – gerade undenkbar.

Aber was macht das mit einer Gesellschaft , die gewohnt es, sich zu begegnen, sich zu besuchen, miteinander zu leben anstatt auf Abstand aneinander vorbei zu gehen? Wenn Treffen nur noch virtuell über den Rechner stattfinden. 

Was macht das alles mit uns? Was macht es mit den Menschen, die so sehr in ihrer Seele leiden, für die eine Umarmung die Welt bedeuten könnte. Wie will man trösten, wie festhalten? Werden wir argwöhnischer, werden wir liebloser, werden wir uns wieder mit dem Herzen begegnen. können? Werden wir irgendwann die „Angst“ vor einander ablegen? Die Angst davor, was eine Berührung mit unserer Gesundheit anstellen kann.

Wenn alte Menschen einsam im Altenheim sitzen – getrennt von ihrer Familie. Weil man schützen will, weil man das Beste für sie will. Und Kinder nicht mehr miteinander spielen, weil das nicht auf Abstand geht.

Immer wieder begegnen mir diese Gedanken in Tagen wie diesen. 

Was ist los mit den depressiven Menschen, mit denen, die keine Hilfe haben. Kann diese Welt je wieder heilen?

Was ist mit den überforderten Familien, die nun zusammen sind aber es gefühlt nicht aushalten können, zusammen zu sein. Werden diese Menschen gestärkt oder kaputt aus dieser Zeit hervorgehen?

Nur weil es mir gut geht, will ich mich diesen Fragen trotzdem stellen. Sie berühren mein Herz und manchmal scheinen sie es zu zerreißen. Was bekommen wir gerade nicht mit, was kommt nach Corona, wenn es irgendwann an Macht verliert? 

Ich bin dankbar in dieser Zeit in Deutschland zu leben, dankbar für vorsichtige Herangehensweisen, weil man einfach nichts falsch machen möchte. Weil wir sowas noch nie hatten. Und es liegt mir trotz all dieser Fragen fern, zu rebellieren und Verschwörungstheorien zu glauben. 

Mein Gebet geht heute raus in diese Welt, die mir gerade oft ferner zu sein scheint als 1,50 m. Mein Gebet geht raus an die Menschen, die leiden, an Menschen, die vermissen, an Menschen mit Perspektivlosigkeit und geplatzten Träumen. An die Menschen, die nicht wissen wie sie diese Zeit emotional hinbekommen sollen. 

Gott nimm deine Welt in die Arme, denn wir können es an so vielen Stellen gerade nicht tun. 

Mein Name ist Angelique Frowein, ich bin 38 Jahre alt und ich liebe es zu leben. Zu meinen Lieblingsmenschen gehören mein Mann Andre und meine beiden Kids Jim und Tara. Leben ist spannend und verändert mich Tag für Tag. Ich liebe es zu lernen und zu beobachten. Ich lache gerne über mich selber und nehme viel mit Humor und (wenns gut läuft) auch mit Leichtigkeit! Viele Menschen und Begebenheiten prägen mich, mein Glaube an Gott trägt mich und meine Welt. Ich glaube, dass die Entscheidung, die ich heute treffe, meine Welt von heute und morgen verändert. Ich liebe das Schreiben, die Musik, Menschen und die Natur. Ich staune gerne, ärgere mich auch oft mal über die Missstände dieser Welt, die das Ego des Einzelnen und einer ganzen Gesellschaft aufzeigt. Ich liebe es, Dinge positiv zu verändern. Ich möchte einen Beitrag leisten für die Welt, in der ich jetzt leben darf und die ich meinen Kindern übergebe. In meinem Blog schreibe ich über meinen Alltag als Mama, Freundin, Ehefrau und Person unserer Gesellschaft. Ich will nie gleichgültig werden, nie hinnehmen, wenn Dinge scheinbar aussichtslos erscheinen. Mein Gebet ist, dass diese Welt nicht bleibt wie sie ist sondern ein barmherzigerer, Gott-zugewandter und achtsamer Ort wird. Ich freue mich, wenn du durch diesen Blog ermutigt wirst, das Leben anzunehmen und mit zu gestalten. Passivität passt nicht zum Menschsein!

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