Corona,  Leben

Piano Man 2020

Hier ein kleiner Einblick in einen Herzensauftritt vom letzten Freitag den 1.08.2020 bei JUCA Beach.

Als ich im Frühling diesen Jahres einsam durch die bergischen Wälder joggte, hörte ich dieses Lied vom „Piano Man- von Billy Joel“ in der Endlosschleife und in mir reifte der Wunsch: Sollten Auftritte vor echten Menschen je wieder möglich sein, würde ich genau zu diesem Lied einen Text verfassen. Musik gepaart mit Poetry berührt mein Herz immer wieder. Und dieses Lied will seit dem nicht aus meinem Kopf.

Und dann eine Nacht vor dem Auftritt als ich nachts neben meinen schlafenden Kids lag, formten sich aus all den wirren Gedanken plötzlich Worte, die sich wenig später auf meinem Mini-Display im Handy wiederfanden.

Unser tolles Musikerduo Freaky Voices, die ich als Musiker und Menschen mehr als empfehlen kann, liessen sich aufs Experiment ein und spielten den Song an und…. ach nun seht selbst:-)

Ich liebe das Lied vom Piano Man.

Besonders weil das gerade so gar nicht in unsere Zeit passt. Es ist meine stille Rebellion, gegen ein kleines „kann- man- nicht- sehen“- Virus, dass die ganze Welt ziemlich kaputt gemacht hat und unser Leben definitiv verändert. Im Lied geht es um einen Haufen Leute, die gemeinsam in einer Bar sind. Es ist stickig, überfüllt, das Mikrofon stinkt nach Bier. Also so, wie wir es bis Mitte März 2020 kannten.
Und dann sind da die Menschen mit ihren Träumen und Sehnsüchten, verhunzten Leben und mit der Bitte, dass der Piano Man sie einfach mal kurz ein wenig vergessen lässt.

Wie wäre wohl der Text, wenn Billi Joel zu Corona Zeit hier in Deutschland leben würde und gerade in der wirren Zeit zwischen März und heute diesen Hit geschrieben hätte. Völlig durcheinander, wann was jetzt schloss, wann was wieder möglich war. Und mitten in dieser verrückten Zeit, gibt es auch immer noch diese Menschen aus dem Lied. Und vielleicht ging das Lied ja dann so:

9 Uhr abends an einem Saturday
und nur wenig Leut dürfen hin.
Mit 2 m Abstand sitzt ein Mann „neben“ mir,
die Maske hängt locker am Kinn.

Er sagt: Spiel mir ein Lied aus der alten Zeit,
vom Schunkeln und gemeinsamen Spiel
So ganz erinner ich mich nicht, denn es scheint so lang her.
Aber ich weiß noch: darum warn wir hier!

Sing us a song you’re the piano manSing us a song tonightWell we’re all in the mood for a melodyAnd you’ve got us feeling alright

Der Barkeeper John weiss nicht, ob er es packt
Und schaut so mutlos drein.
Mit diesem neuen Hygienekonzept
kriegt er auf Dauer die Miete nicht rein.
Er sagt: Hey dieses Leben das kann’s doch nicht sein,
Mein Talent voll verschenkt!
Ich glaub, ich könnte ein Filmstar sein,
Aber Hollywood scheint immer noch dicht.

Da ist Paul ein richtiger Businessman,
Normal reist er viel,
Doch seit Wochen mit den Kindern im Homeoffice,
harmonisch war das leider nie.
Die Kellnerin kommt mit Mundschutz zum Tisch
Mit Zettel und Stift
„Hier tragt erstmal die Daten ein!“
Und heute trinkt sie auch keinen mit.

Sing us a song you’re the piano manSing us a song tonightWell we’re all in the mood for a melodyAnd you’ve got us feeling alright


Es sind kaum Menschen für eine Samstagnacht
die meisten bleiben fern.
Da ist berechtigte Angst und haltlose Furcht
Und manche haben’s auch nicht gepackt.
Und das Keyboard schreit die Wut in die Nacht
Das was man nicht ändern kann.
Das Hoffen und Bangen und einmal sorglos sein wollen,
Und das leise: Wir schaffen auch das!

* gewidmet all den wundervollen Künstlern da draußen, deren Musik grad so selten live klingt. Ich vermisse es so sehr!
Danke an all die Mutigen, die unser gesellschaftliches Leben nicht ganz sterben lassen…

Mein Name ist Angelique Frowein, ich bin 38 Jahre alt und ich liebe es zu leben. Zu meinen Lieblingsmenschen gehören mein Mann Andre und meine beiden Kids Jim und Tara. Leben ist spannend und verändert mich Tag für Tag. Ich liebe es zu lernen und zu beobachten. Ich lache gerne über mich selber und nehme viel mit Humor und (wenns gut läuft) auch mit Leichtigkeit! Viele Menschen und Begebenheiten prägen mich, mein Glaube an Gott trägt mich und meine Welt. Ich glaube, dass die Entscheidung, die ich heute treffe, meine Welt von heute und morgen verändert. Ich liebe das Schreiben, die Musik, Menschen und die Natur. Ich staune gerne, ärgere mich auch oft mal über die Missstände dieser Welt, die das Ego des Einzelnen und einer ganzen Gesellschaft aufzeigt. Ich liebe es, Dinge positiv zu verändern. Ich möchte einen Beitrag leisten für die Welt, in der ich jetzt leben darf und die ich meinen Kindern übergebe. In meinem Blog schreibe ich über meinen Alltag als Mama, Freundin, Ehefrau und Person unserer Gesellschaft. Ich will nie gleichgültig werden, nie hinnehmen, wenn Dinge scheinbar aussichtslos erscheinen. Mein Gebet ist, dass diese Welt nicht bleibt wie sie ist sondern ein barmherzigerer, Gott-zugewandter und achtsamer Ort wird. Ich freue mich, wenn du durch diesen Blog ermutigt wirst, das Leben anzunehmen und mit zu gestalten. Passivität passt nicht zum Menschsein!

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