Familie,  Glaube,  Leben

Schnee über Blümchen

Heute morgen – okay, es war später Ferienmorgen-
hab ich die Jalousien hochgezogen und nur gedacht:
„Wer will mich denn bitte hier verarschen?“
Schnell die Jalousien wieder hinunter,
und langsam wieder hinauf.
Doch der Anblick blieb unverändert:
Schnee und Schnee und Schnee!!
Extra als Begrüßung am Morgen des 7. Aprils.

Ja, ja ich weiss!
Mein Handy hatte es angekündigt.
Wir hatten als Familie darüber am Vortag gesprochen
und uns gefreut,
dass wir die Winterreifen noch „drauf“ hatten.
Wie jedes Jahr um diese Zeit.
Nicht, weil wir im April immer noch mit Tiefschnee rechneten,
sondern weil wir irgendwie nie pünktlich die Reifen wechselten.
Aber ich hätte doch niiiiiiiie im Leben damit gerechnet,
dass es tatsächlich so viel schneien würde.

Während ich also apathisch und fassungslos am Fenster stand
sprangen die Kids umher und freuten sich:
„Juhu, dann können wir einen Schneemann bauen!“
„Ja, viel Spass,“ murrte ich nur und wollte einfach gerne wieder ins warme Bett.

Ohne mich! Ich verweigere der penetranten Wiederkehr des Winters meine Aufwartung. Ich bin durch damit.
Ich will keinen Schnee mehr schippen, ich will den Gehweg fegen,
ich hol die Mützen nicht wieder vom Speicher,
ich will Frühling und draußen in der Sonne sitzen.
Ich will meine Blümchen nicht in einem Haufen unverfrorenem Schnee beerdigen müssen.

So wie ich keinen Schnee im April will,
so will ich viele Dinge nicht.
Ich will keine Abschiede, keinen Tod
ich will kein „das wars“ oder „es ist vorbei“,
ich will keine Überraschungen,
die meinen Alltag durcheinander bringen.
ich will kein „Immer weiter“,
ich will kein „Halte durch“.

Viele Dinge passieren und machen fassungslos.
Manchmal nerven sie nur,
so wie der Wintereinbruch im April.
und manchmal bringen sie das Leben ganz schön ins Wanken.
Manchmal bringt´s uns aus der Balance,
lässt und zweifeln und weinen.
Dabei werden wir nicht gefragt,
ob wir darauf vorbereitet sind oder
was wir dazu so meinen.
Solche Zeiten sind hart
und es fühlt sich so richtig ungerecht an.

Wenn die Wut im Bauch dann größer wird
ist es gut, wenn wir jemanden haben,
der „MIT UNS“ ist,
jemanden der „MIT UNS BLEIBT“
der unsere Wut aushält und unsere Ohnmacht,

…. auch unser Schimpfen auf Schnee über Blümchen….








Mein Name ist Angelique Frowein, ich bin 38 Jahre alt und ich liebe es zu leben. Zu meinen Lieblingsmenschen gehören mein Mann Andre und meine beiden Kids Jim und Tara. Leben ist spannend und verändert mich Tag für Tag. Ich liebe es zu lernen und zu beobachten. Ich lache gerne über mich selber und nehme viel mit Humor und (wenns gut läuft) auch mit Leichtigkeit! Viele Menschen und Begebenheiten prägen mich, mein Glaube an Gott trägt mich und meine Welt. Ich glaube, dass die Entscheidung, die ich heute treffe, meine Welt von heute und morgen verändert. Ich liebe das Schreiben, die Musik, Menschen und die Natur. Ich staune gerne, ärgere mich auch oft mal über die Missstände dieser Welt, die das Ego des Einzelnen und einer ganzen Gesellschaft aufzeigt. Ich liebe es, Dinge positiv zu verändern. Ich möchte einen Beitrag leisten für die Welt, in der ich jetzt leben darf und die ich meinen Kindern übergebe. In meinem Blog schreibe ich über meinen Alltag als Mama, Freundin, Ehefrau und Person unserer Gesellschaft. Ich will nie gleichgültig werden, nie hinnehmen, wenn Dinge scheinbar aussichtslos erscheinen. Mein Gebet ist, dass diese Welt nicht bleibt wie sie ist sondern ein barmherzigerer, Gott-zugewandter und achtsamer Ort wird. Ich freue mich, wenn du durch diesen Blog ermutigt wirst, das Leben anzunehmen und mit zu gestalten. Passivität passt nicht zum Menschsein!

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.