Stolpern auf neuen Wegen

Gemeinsam bei JUCA Beach

„Ach jetzt wäre Kirmes,“ geistert es durch die sozialen Medien und ich denke mir: Stimmt, das wäre jetzt. Aber Dank #KackCorona „gehts nicht“ und „gibts nicht“. Der Kloß im Hals wird wieder etwas größer – wie so oft in diesem Jahr. Wieviele schöne Aktionen durften nicht stattfinden. Wie oft habe ich schon gesagt: „Ach jetzt wäre…“
Ach jetzt wären wir auf Schultour mit dem JUCA
https://angiefrowein.de/2019/07/02/hellwach-fuer-den-naechsten/.

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Schultour 2020 – Saymo von http://jacksayfree.com


Doch im Mai war leider keine Schule auf, und daher saßen auch wir vom JUCA in unserem Mini-Lockdown – nicht zu vergleichen mit dem, was man in Spanien und Italien nicht durfte. Aber die persönliche Entbehrung scheint ja meist doch die Schlimmste.

Und so schlendere ich missmutig durch dieses Jahr 2020. Könnte heulen und fluchen, schimpfen und zagen, verschwören und rebellieren.
Ja das alles könnte ich und manchmal tu ich es auch.

Und dann kommt mir noch ein anderer Gedanke. Was, wenn ich aus diesem wirren 2020 gestärkt herauskommen könnte. Was, wenn diese Pandemie mich nicht niederdrückt sondern nach vorne bringt. Was, wenn es nicht darum geht, Altem nachzutrauern, sondern Neues zu wagen.
Es gibt keine Kirmes? Dann lasst uns eine andere Veranstaltung machen.
Und das haben wir gemacht. An zwei Abenden in den letzten zwei Monaten fand „JUCA Beach“ auf dem Marktplatz vor dem JUCA (http://www.your-juca.de) statt.  Es war nicht so groß wie die Kirmes, (es gab auch kein Riesenrad :-)) es war definitiv anstrengender als die Kirmes. Aber es war besonders. Ein kleines Fest abgestimmt auf das was gerade sein durfte.
300 Personen durften hin – 100-200 Personen waren da.
Ein Hygienekonzept entwickeln, danach handeln und dafür zu sorgen, dass auch andere es tun: Man müsste es nicht machen.
Man könnte das Jahr auch einfach abwarten und schauen, was so im nächsten Jahr möglich ist. Das wäre vielleicht voll vernünftig. Aber wenn die Seele sich aufbäumt, geht es manchmal nicht so vernünftig im eigenen Herzen zu.

Ich liebe Gemeinschaft und Umarmungen. Es tut mir gut, mit anderen zusammen zu sein.
Wie sehr freue ich mich, neue Menschen kennenzulernen. Wie sehr geht mir Musik zu Herzen. Und so tue ich, was ich darf im gesteckten Rahmen. Und das ist tatsächlich schon ne ganze Menge. Und weil ich so beschäftigt bin in diesem Rahmen zu agieren, komme ich mir gar nicht mehr so eingesperrt und eingeschränkt vor.
Und ich nehme in Kauf, dass alles anstrengender geworden ist. Überall muss man sich registrieren und die Maske darf man nicht vergessen. Kellner werden unfreundlich, wenn du deren Hygienekonzept nicht direkt verstehst oder Dinge vergisst. Vieles ist einfach umständlicher geworden. Vieles bräuchte ich einfach nicht. Aber ich tu es trotzdem. Ich gehe essen, ich treffe Menschen, ich nehme in den Arm wo es mal wieder dringend nötig ist.
Und ich erwache aus meinem Dornröschenschlaf.
Aus diesem: „Ich will aber das zurück, was ich kenne!“ hebe ich trotzig den Blick zum Himmel und frage Gott, ob er mir nicht was von seiner Hoffnung gibt. Einer Hoffnung, die nicht von den Umständen abhängig ist. Und ich merke, dass ich einfach einmal los laufen muss in dieser Zeit! Dass ich mich aus Starre und Traurigkeit befreien lassen muss, und dass ich Fehler machen darf. Dass ich zweifeln darf, dass ich alles in die Ecke schmeissen darf.

JUCA Beach 2o2o

Aber das Gott mir auch zusagt: Diese Pandemie wirft mich nicht vom Thron: Geh los, sonst fehlt was in dieser Welt!
Und somit werfe ich der Kirmes, der Schultour, all den Festen und Feiern einen feierlichen Kuss zu, halte es wie Marie Kondo und bedanke mich für die gute Zeit. Und dann, dann lass ich los und schaue was neu rein passt in die Zeit.
Vielleicht kommt Altes wieder. Das wäre schön, denn das ist es, was ich kenne. Und wenn nicht, dann wird besseres kommen oder anderes oder wunderbares. Ich laufe los und freu mich über jeden der mit stolpert auf einem neuen Weg!

Piano Man 2020

Hier ein kleiner Einblick in einen Herzensauftritt vom letzten Freitag den 1.08.2020 bei JUCA Beach.

Als ich im Frühling diesen Jahres einsam durch die bergischen Wälder joggte, hörte ich dieses Lied vom „Piano Man- von Billy Joel“ in der Endlosschleife und in mir reifte der Wunsch: Sollten Auftritte vor echten Menschen je wieder möglich sein, würde ich genau zu diesem Lied einen Text verfassen. Musik gepaart mit Poetry berührt mein Herz immer wieder. Und dieses Lied will seit dem nicht aus meinem Kopf.

Und dann eine Nacht vor dem Auftritt als ich nachts neben meinen schlafenden Kids lag, formten sich aus all den wirren Gedanken plötzlich Worte, die sich wenig später auf meinem Mini-Display im Handy wiederfanden.

Unser tolles Musikerduo Freaky Voices, die ich als Musiker und Menschen mehr als empfehlen kann, liessen sich aufs Experiment ein und spielten den Song an und…. ach nun seht selbst:-)

Ich liebe das Lied vom Piano Man.

Besonders weil das gerade so gar nicht in unsere Zeit passt. Es ist meine stille Rebellion, gegen ein kleines „kann- man- nicht- sehen“- Virus, dass die ganze Welt ziemlich kaputt gemacht hat und unser Leben definitiv verändert. Im Lied geht es um einen Haufen Leute, die gemeinsam in einer Bar sind. Es ist stickig, überfüllt, das Mikrofon stinkt nach Bier. Also so, wie wir es bis Mitte März 2020 kannten.
Und dann sind da die Menschen mit ihren Träumen und Sehnsüchten, verhunzten Leben und mit der Bitte, dass der Piano Man sie einfach mal kurz ein wenig vergessen lässt.

Wie wäre wohl der Text, wenn Billi Joel zu Corona Zeit hier in Deutschland leben würde und gerade in der wirren Zeit zwischen März und heute diesen Hit geschrieben hätte. Völlig durcheinander, wann was jetzt schloss, wann was wieder möglich war. Und mitten in dieser verrückten Zeit, gibt es auch immer noch diese Menschen aus dem Lied. Und vielleicht ging das Lied ja dann so:

9 Uhr abends an einem Saturday
und nur wenig Leut dürfen hin.
Mit 2 m Abstand sitzt ein Mann „neben“ mir,
die Maske hängt locker am Kinn.

Er sagt: Spiel mir ein Lied aus der alten Zeit,
vom Schunkeln und gemeinsamen Spiel
So ganz erinner ich mich nicht, denn es scheint so lang her.
Aber ich weiß noch: darum warn wir hier!

Sing us a song you’re the piano manSing us a song tonightWell we’re all in the mood for a melodyAnd you’ve got us feeling alright

Der Barkeeper John weiss nicht, ob er es packt
Und schaut so mutlos drein.
Mit diesem neuen Hygienekonzept
kriegt er auf Dauer die Miete nicht rein.
Er sagt: Hey dieses Leben das kann’s doch nicht sein,
Mein Talent voll verschenkt!
Ich glaub, ich könnte ein Filmstar sein,
Aber Hollywood scheint immer noch dicht.

Da ist Paul ein richtiger Businessman,
Normal reist er viel,
Doch seit Wochen mit den Kindern im Homeoffice,
harmonisch war das leider nie.
Die Kellnerin kommt mit Mundschutz zum Tisch
Mit Zettel und Stift
„Hier tragt erstmal die Daten ein!“
Und heute trinkt sie auch keinen mit.

Sing us a song you’re the piano manSing us a song tonightWell we’re all in the mood for a melodyAnd you’ve got us feeling alright


Es sind kaum Menschen für eine Samstagnacht
die meisten bleiben fern.
Da ist berechtigte Angst und haltlose Furcht
Und manche haben’s auch nicht gepackt.
Und das Keyboard schreit die Wut in die Nacht
Das was man nicht ändern kann.
Das Hoffen und Bangen und einmal sorglos sein wollen,
Und das leise: Wir schaffen auch das!

* gewidmet all den wundervollen Künstlern da draußen, deren Musik grad so selten live klingt. Ich vermisse es so sehr!
Danke an all die Mutigen, die unser gesellschaftliches Leben nicht ganz sterben lassen…

Vorfreude

Heute Morgen habe ich seit langem wieder immens große Vorfreude auf den Tag, der vor mir liegt. Die letzte Nacht ließ sich irgendwie nicht beruhigen und so lag ich lange da, bewegte Gedanken hin und her. Eigentlich unwichtige und banale Gedanken. Und doch dachten sie sich die halbe Nacht durch meinen leider so wachen Verstand.
Heute ist Montag und eine neue Woche beginnt. Nach drei Monaten Homeschooling geht es heute für unseren Sohn wieder die komplette Woche in die Schule. Tochter Tara geht schon wieder seit einer Woche in den Kindergarten. Wir haben wieder zusätzlich Kinder im Haus, die nicht zu unserem Haushalt gehören, wir besuchen wieder Menschen, haben wieder Begegnung und Kontakt, bleiben bedacht aber nicht mehr ängstlich.

Und ich muss sagen: Es tut gut. Es lässt durchatmen, wo ich gefühlt drei Monate die Luft angehalten habe. Ich habe wieder einen Blick nach vorne. Die Welt öffnet sich wieder: Nicht nur Schulen und Landesgrenzen, sondern auch die Grenzen, die ich in den letzten Monaten stecken musste um Menschen um mich herum zu schützen.

Als Corona die Welt lahm legte, war das für mich als würde mich ein großer Laster überfahren. Rücksichtslos und ohne auf meine Zustimmung zu warten. Ich weiss, dass es größere Probleme gab (und gibt) als meine Befindlichkeiten – und doch sind sie da und gestalten mit mir den Alltag, wie sie es bei allen tun.

Als man mir Mitte März gebot, mich von Menschen fernzuhalten, war das für den ersten Moment ok und nötig. Es war in Ordnung, denn ich hatte die wichtigsten Menschen meines Lebens (meine Familie) ja um mich. Das könnte ich schon drei Wochen oder so schaffen…. Aber aus den drei Wochen wurden vier Wochen, fünf Wochen…..
Schlimm war, dass alles im Dornröschenschlaf lag und keiner eine Exitstrategie auch nur in Erwägung zog.
Als ein Politiker dies öffentlich tat (so nach der ersten Woche im Lockdown), war die Empörung groß. Die Welt schimpfte, dass jemand es wagte, das Wort „Exitstrategie“ auch nur in den Mund zu nehmen.
Ich tanzte dazu in unserem Wohnzimmer. Weil ich wusste, wir konnten nicht ewig schlafen. Und wir mussten irgendwann da wieder raus. Und dann bitte mit Plan, und dann bitte mit guten Schritten – und bis dahin bitte mit Hoffnung unterwegs bleiben. Ich wollte, dass jemand davon sprach, dass diese Zeit des Lockdowns ein Ende haben würde.
Ich sah ja die Zahlen im Fernsehen. Die Zahlen der „in Verbindung mit Covid19“ gestorbenen Personen. Und ich spürte auch die Gefahr und dass die Welt zusammen brach. Aber ich dachte, dass man sich ja trotzdem Gedanken über die Zukunft machen müsste.
Denn wenn sich keiner der Politiker Gedanken über die Zukunft machte, hiess das ja vielleicht: Es gab gar keine Zukunft.
Und das war ein ziemlich beunruhigender Gedanke.

Jetzt sind drei Monate vorbei und Europa traut sich wieder aufzuatmen. Teilweise natürlich mit Maske und dem
(„ich kann es nicht mehr hören“ -) Mindestabstand.
Wir dürfen wieder reisen, nicht überall hin aber zu den meisten europäischen Nachbarn. Das geht wieder. Das wird schon klappen.
Exitstrategie? Oder Wahnsinn? Oder vertretbar?
Wenn wir vieles nicht wissen. Eins wissen wir:
Wir können nicht stehen bleiben. Wir werden immer mit einer gewissen Gefahr leben müssen.
Ich glaube, dass Deutschland es richtig gemacht hat. Wir wollten verhindern, dass das Gesundheitssystem unter der Corona Pandemie zusammen bricht, wie es in anderen Ländern der Fall war – und das Ziel wurde erreicht. Das vergessen jetzt viele. Auch ich hatte das vergessen. Wir haben als Gesellschaft ein großes Ziel erreicht.

Wir dürfen das auch mal sehen! Wir dürfen stolz auf uns sein.
Denn eine Gesellschaft ist ja keine kleine Gruppe wo man gemeinsam unterwegs ist und alle so ein wenig ähnlich ticken. Eine Gesellschaft besteht ja aus den ganz Tollen und den völlig Bekloppten, aus den Sanften und den Gewalttätigen, aus denen die man nie treffen möchte, und auch aus denen, dessen bloße Anwesenheit die Welt schöner machen.
Natürlich läuft da jeder seiner eigenen Befindlichkeit nach, natürlich finden wir da keinen gemeinsamen Konsens – aber vielleicht ein wenig Gemeinsamkeit, ein wenig Rücksicht, ein wenig „wir schaffen das“, ein wenig „es geht nicht nur um mich“.

Meine Vorfreude ist immer noch da und sie kribbelt im Bauch, sie lässt mich hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Auch, wenn ich nicht so genau weiss, wo ich anfangen soll, und auch wenn noch vieles gerade am Boden liegt und „UNMÖGLICH“ gerade vielerorts groß geschrieben ist. Auch, wenn es finanziell enger geworden ist und geplante Projekte einfach brach liegen.
Vieles kann ich nicht tun – aber ich bleibe bei dem Gedanken: Es wird ein Morgen geben.

Und auch wenn die Welt nach Corona nicht die Welt ist, die wir vorher kannten. Sie ist immer noch da: UNSERE WELT!
Und sie wartet auf unser Dazutun. Auf unseren Beitrag, auf unsere Vorfreude anzupacken. Auf unsere persönliche „Exitstrategie“.


„Aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft,
dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler,
dass sie laufen und nicht matt werden,
dass sie wandeln und nicht müde werden.“Jesaja 40:31


Die weite Welt

Die Tage habe ich Corona für mich persönlich als „offiziell beendet“ erklärt. Diesen Leichtsinn, den ich meinen Gedanken erlaube, habe ich persönlich gebraucht. Es gibt meinem Herzen ein Stück Hoffnung, dass dieses Leben weitergeht. Dass nach all dem Stillstehen und Aushalten ein neuer Schwung einkehrt und mich einlädt, weiterzugehen.

Heute habe ich mit Paula aus Italien telefoniert. Paula arbeitet in der Verwaltung des Campingplatzes am Gardasee. Hier haben wir reserviert – lange vor Corona – für unseren Sommerurlaub 2020. Sie erzählte von dem Leben gerade in Italien, das doch sehr stark dem Leben hier in Deutschland ähnelt. Maske tragen, Abstand halten und Hygienevorschriften einhalten. Nur mit dem einen Unterschied, dass hier Paula und ihren Landsleuten keine Ausgangsbeschränkung sondern eine strikte Ausgangssperre für 2 Monate liegt. Nur zum Einkaufen durften sie raus. Beschäftigung der Kinder + Homeschooling + Homeworking = Ihr Leben für 2 Monate (Anmerkung: Ohne Garten oder Balkon) Die Frau wirkte am Telefon noch nicht wahnsinnig, so dass ich glaube, dass man als Mutter das überleben kann. Aber schön ist das irgendwie nicht.
Da bin ich echt dankbar, dass wir in Deutschland immer raus durften – auch wenn manche Menschen sich eine eigenen Quarantäne auferlegt haben. Für mich kam das nie in Frage, denn ich wäre aus so etwas nicht so erstarkt herausgegangen.

Ich hatte in den letzten Monaten schon mit dem Sommerurlaub für dieses Jahr abgeschlossen. So wie ich es mit all den Projekten getan hatte, mit den Schuleinsätzen, dem Jugendfestival und all den anderen Begebenheiten wo es um Begegnungen, Kultur und Miteinander ging. Ich hatte dieses Jahr persönlich aus meinem Kalender gestrichen -gehofft, dass man das so einfach kann. 2020 ist nicht mehr – aber 2021 kommt und wir leben von der Vorfreude.
Doch neben meinem analytischen Herangehen an Herausforderungen, dem Hinnehmen von Dingen, die ich nicht ändern kann, wohnt in mir der kleine Kumpel mit Nachnamen Freiheit, der sich nach dem Unbekannten sehnt, dem Aufbruch nach neuen Ufern. Und auch wenn ich versucht habe, diesem Freiheitsdrang Einhalt zu gebieten. So ganz abtöten liess er sich nicht.
Ich habe einen Artikel über einen englischen Virologen gelesen, der mit dem Coronavirus infiziert wurde und lange Zeit im Krankenhaus lag. Er hat überlebt und durfte irgendwann das Krankenhaus wieder verlassen. Was tat er dann, um nach Hause zu kommen? Er nutzte die öffentlichen Verkehrsmittel. Mitten im Lockdown, in Zeiten der Krise. Definitiv NICHT die beste Wahl. Er hätte es doch besser wissen müssen. Aber er sagte in seinem Artikel, das was mein Herz so oft sagt, wenn es unvernünftige Dinge tut in dieser Zeit: „Ich musste es einfach tun. Ich wollte wissen, wie diese Welt gerade aussieht. Und ich fuhr durch leere Straßen und sah den Lockdown mit eigenen Augen.“
Ich will auch mit eigenen Augen sehen, möchte Geschichten mit eigenen Ohren hören. Ich will aus erster Hand erfahren, wie es ist da draussen in der Welt, die gerade ziemlich strauchelt um noch zu funktionieren.

Während ich in den letzten Wochen mit Homeschooling und Homekümmering beschäftigt war, habe ich nicht WEGEN Corona sondern TROTZ Corona an einer Weiterbildung teilgenommen und alle Prüfungen bestanden. Eigentlich sollte alles Anfang April abgeschlossen sein, aber DANK Corona wurden alle Seminar und Prüfungstermine verschoben. So lernte ich während alle Kinder zu Hause waren. Mein Mann gab mir alle nötige Unterstützung und gemeinsam schafften wir diese zusätzliche Herausforderung.
Und ich fuhr mehrere Tage zum Unterricht und den Prüfungen nach Köln. Ich fuhr natürlich mit der Bahn. Ich wollte diese Welt sehen. Nach Wochenlangen Einschränkungen auf meine schöne aber doch kleine Welt wollte ich mal wieder raus. Wie dieser Virologe in England tat ich was vielleicht unvernünftig war. Aber ich tat es weil mein kleiner Kumpel mit Nachnamen Freiheit sich nach der Welt sehnte und nicht länger eingesperrt sein wollte.

Aber zurück zu Paula und meinem Telefonat zum Thema „Sommerurlaub in Italien. Wir haben länger gesprochen und ich wollte wissen: Wie sieht es aus in Italien, wie haben die Menschen die Zeit dort erlebt und wir sicher ist es momentan überhaupt, dorthin zu reisen. Und wäre der Pool geöffnet, wenn wir kommen würde. (Oh man, Asche auf mein Haupt)
Wenn ich Nachrichten schaue, dann bekomme ich ein bestimmtes Bild der Lage, eine Zusammenfassung – meist eine ziemlich dramatische. Und dann reagiere ich darauf – leider meist mit Furcht. Aber in der Geschichte gibt es ja auch andere Teile. Es gibt Geschichten, die nicht erzählt werden, weil sie nicht spektakulär genug sind um interessant zu sein. Aber sie sind ja trotzdem Teil der Wahrheit.

Deshalb liebe ich es „vor Ort“ bei Menschen zu sein. Sehen, was kein Nachrichtensender sagt, abspülen wie die Menschen vor Ort ticken. Ich will mehr als nur die „Wahrheit“, die in eine Tagesschau passt.

Deshalb reise ich so gerne. Ich liebe die Weite, ich brauche die Weite. Ich mache mich immer wieder neu auf den Weg. Zu Orten, und besonders zu Menschen. Zu Kulturen und Lebenseinstellungen. Zu sehen, dass da draussen eine Welt ist, die noch funktioniert, dass da Menschen sind, die leben, fühlen und denken. Dass nicht alles schlecht ist, nur weil so viel negatives berichtet wird. Dass soviel Schönheit, gute Geschichten und Barmherzigkeit da ist, was man vielleicht einfach nicht so greifen kann.

Ich will es sehen, erleben und dabei bleiben.
Denn diese Welt ist mehr als ich selber.

Der Tag der Papas

„Wenn die Mama einen Tag der Mamas hat, dann braucht der Papa auch einen“, so war sich unsere vierjährige Tochter sicher. 

Und so sassen wir heute morgen mit Rührei und Speck am Frühstückstisch und der Papa bekam den Kaffee in einer besonderen Tasse serviert. Unser Geschenk an ihn – nichts großes, nur eine kleine Aufmerksamkeit. Weil wir den Papa dann heute auch mal feiern wollte. 
Als wir so schön am Küchentisch saßen meinte Tochter Tara, „warum gibt es eigentlich den Papatag?“

„Naja, weil wir feiern wollen, dass wir so einen tollen Papa haben.“
Sie nickte und biss in ihr Brot.

„Heute ist eigentlich auch ein anderer Feiertag“, warf ich ein. „Christi Himmelfahrt.“

„Und was war da?“ Wollte unser Sohn Jim wissen.

„Na,“ antwortete ich. „Das war damals der Tag, als Jesus wieder zu seinem Papa in den Himmel zurückkam. So nach getanem Werk auf der Erde.

„Dann ist also heute auf jeden Fall ein Papatag“, waren sich die Kinder einig.

Ja irgendwie schon. Jesus ging zurück zu seinem Papa im Himmel. Ich kann mir vorstellen, dass er nach Leben und Sterben auf Erden zurückkam, sich an die Schulter seines Vaters anlehnte und noch einmal und aus vollem Herzen flüsterte: „Papa, es ist wirklich vollbracht.“

Und der Papa hat Jesus dann in die Arme genommen und gesagt: Danke, dass du das alles getan hast. Danke für deinen Mut und deinen Gehorsam.“

So stell ich es mir vor. Ich glaube, dass diese Beziehung zwischen Jesus und seinem Papa besonders war und ist. 

Also war dieser Gedanke um Papatag und Christi Himmelfahrt das, was mich durch den Tag begleitet hat. 
Einen Papa zu haben ist besonders und wertvoll. Ein Papa zu sein eine große Aufgabe und auch nicht immer so einfach. Bei all den Herausforderungen, die es in Beruf und Familie gibt.

Ich bin froh, dass da wo die Welt in den letzten Monaten 10 Gänge zurückgeschaltet hat, wir auf einiges verzichten mussten, wir uns als Familie hatten und haben. Dass wir Zeit haben, die wir uns sonst nicht nehmen. Dass wir nicht immer rennen um Ziele zu erreichen, sondern dass wir Zeit miteinander bewusst nehmen, mehr spielen und uns besser kennenlernen. Wenn all das mit Corona positiv Aspekte haben SOLLTE, dann wäre das einer davon. Es fordert uns auf, zusammen zu sein, auszuhalten und uns näher zu sein als je zuvor. Wenn es vieles nicht mehr gibt, wird man dankbarer für das, was man gerade hat.

An diesem Tag bin ich das erste Mal seit Monaten bei meinem Papa im Altenheim. Gemeinsam mit seiner Frau besuche ich ihn für eine halbe Stunde. Wir werden empfangen von herzlichen Menschen vor Ort. Wir müssen uns zuerst draussen in einer Liste eintragen und Fragen beantworten, dann gehts ans Händewaschen und Kittel und Handschuhe anziehen. Die Maske haben wir natürlich auf. Mein Papa sitzt an einem langen Tisch und wir setzen uns ihm gegenüber. Mehr als 1,5 m Abstand. Er ist älter geworden in den letzten Monaten. Das liegt aber wohl eher an der fortschreitenden Demenz und nicht so sehr an Corona. – so rede ich es mir ein. Er nimmt uns wahr, lächelt und freut sich über die Stimmen der Kinder, die mein Handy abspult. Wir sitzen da und versuchen mit ihm zu reden. Was nicht funktioniert. Dann spielen wir ihm ein Lied vor. Spotify sei Dank finde ich den Song schnell.  Sein Gesicht fällt sich auf und er summt mit.
Später singen wir ihm „das Vater unser“ vor. 
„ Bist zu uns wie ein Vater, der sein Kind nie vergisst…“ singen wir und ihm treten Tränen in die Auge. Seine Frau meint, dass er dieses Lied immer gerne in der Kirche gesungen hat.
Das Lied hat viele Strophe und trotz, dass ich es noch aus Chorzeiten kenne, verhaspeln wir uns oft und müssen lachen. Mein Vater lacht auch mit.

Es bewegt mich, dass wir da sitzen können und ihm vom Vater im Himmel singen.

Wie sehr beruhigen mich selber die Texte und Melodien. Wie froh bin ich in diesem Moment, Gott selbst als Papa zu kennen.
Gott, der an diesem Papatag Jesus vor so langer Zeit wieder zu Hause willkommen geheissen hat, der meinen Vater sieht und in die Arme nimmt, wo wir es nicht können.

Heute feiere ich ganz viel Papa. Den Papa meiner Kinder, meinen Papa, dem ich heute mit einem kurzen Besuch eine Freude machen konnte und meinen Papa im Himmel, der so viel größer ist als alles was ich erlebe. Der fähig ist, für jeden der persönliche Papa zu sein.

In mehreren Texten in den letzten Wochen habe ich oft darüber geschrieben, dass mich Furcht übermannt hat, in dieser ganzen Coronasitation. Ich konnte die Unsicherheit und die Not um mich herum kaum aushalten. Ich merkte, wie das Virus nach meinem Herzen griff und ich gar nicht mehr voll Zuversicht in die Zukunft blicken wollte. Ein Leben ohne Umarmungen, ein Leben auf Distanz. Kein Trösten können, Zusammenbruch in Familien und Wirtschaft. Und das alles wegen dem Virus, dass ich nicht sehen konnte.

In der Zeit gab es viele Menschen, die mir gut gemeinte Bibelverse schickten und mich ermutigten, dass Gott als unser Papa da ist und ich nur vertrauen müsste. Und so sass ich dort jeden Morgen und klammerte mich an diese Versprechen. Aber wenn der Tag anfing, kam die Furcht zurück.

Ich habe in der ganzen Zeit nie gezweifelt, dass Gott als mein Papa mich trägt. Ich habe es nur nicht immer gefühlt.

Jetzt bin ich schon lange mit Gott unterwegs und weiss, dass Gott mich sehr gut kennt und, dass ihn diese Erkenntnis nie davon abgehalten hat, mir zu begegnen.

Wenn meine Kinder Angst haben, kommen sie zu ihrem starken Papa. Aber es kann sein, dass sie wieder Angst bekommen, und dann kommen sie halt wieder.
Wenn die Kids abends nicht schlafen können, weil sie Angst haben, dann sagt mein Mann oft: „Aber ich bin doch da. Du brauchst keine Angst zu haben.“ Aber auch wenn die Angst dann an dem einen Abend verschwindet, kann es sein, dass sie an einem anderen Abend wieder kommt und die Kids sagen: „Papa, ich habe Angst.“ Auch wenn sie wissen, dass Papa da ist, kommen sie mit ihren Ängsten. Und der Papa nimmt sie dann wieder in den Arm und tröstet. Er könnte auch sagen: „Du dummes Kind, ich hab dir gestern schon gesagt, dass du keine Angst haben brauchst. Lern es endlich“
Aber ein liebender Papa tut das nicht, sondern nimmt das Kind in die Arme.

Ich bin beruhigt, dass mein Papa im Himmel auch so ist, und er mir jeden Moment seine Arme ausstreckt und mich in die Arme nimmt.

Nicht nur am Papatag, sondern immer.

Meine Furcht ist nicht mehr da in diesen Tagen. Ich bin zur Ruhe gekommen und bin zuversichtlicher, dass Papa trägt und da ist, in die Arme nimmt wo wir es nicht können.

Ich bin dankbar für diesen Weg, dankbar, dass es mir nicht immer leicht fällt zu vertrauen und einfach weiter zu machen. Weil ich glaube, dass da draussen Menschen sind, die es ähnlich erleben. Die immer wieder zum Papa in die Arme laufen müssen.

So viele Gedanken, am Ende vom Tag der Papas. Am Tag, der mich auch daran erinnert, dass ein Papa am Ende der Tage auf uns wartet. 

Und dann wenn alle Kämpfe des Lebens gekämpft sind und wir an der Tür des Himmels unserem Vater in die Arme fallen – vielleicht mit aufgerissenen Knien und verwundeten Herzen. Dann wird er sagen: Willkommen zu Hause! Ich hab mich so auf dich gefreut!

Abstand halten

Wenn ein Treffen miteinander ein einfaches neben einander her laufen ist, auf Abstand bleiben, weil man sich und andere schützen will, vernünftig sein und bloß niemanden gefährden. Eine Umarmung wird zum „No Go“, ein herzlicher Händedruck – gerade undenkbar.

Aber was macht das mit einer Gesellschaft , die gewohnt es, sich zu begegnen, sich zu besuchen, miteinander zu leben anstatt auf Abstand aneinander vorbei zu gehen? Wenn Treffen nur noch virtuell über den Rechner stattfinden. 

Was macht das alles mit uns? Was macht es mit den Menschen, die so sehr in ihrer Seele leiden, für die eine Umarmung die Welt bedeuten könnte. Wie will man trösten, wie festhalten? Werden wir argwöhnischer, werden wir liebloser, werden wir uns wieder mit dem Herzen begegnen. können? Werden wir irgendwann die „Angst“ vor einander ablegen? Die Angst davor, was eine Berührung mit unserer Gesundheit anstellen kann.

Wenn alte Menschen einsam im Altenheim sitzen – getrennt von ihrer Familie. Weil man schützen will, weil man das Beste für sie will. Und Kinder nicht mehr miteinander spielen, weil das nicht auf Abstand geht.

Immer wieder begegnen mir diese Gedanken in Tagen wie diesen. 

Was ist los mit den depressiven Menschen, mit denen, die keine Hilfe haben. Kann diese Welt je wieder heilen?

Was ist mit den überforderten Familien, die nun zusammen sind aber es gefühlt nicht aushalten können, zusammen zu sein. Werden diese Menschen gestärkt oder kaputt aus dieser Zeit hervorgehen?

Nur weil es mir gut geht, will ich mich diesen Fragen trotzdem stellen. Sie berühren mein Herz und manchmal scheinen sie es zu zerreißen. Was bekommen wir gerade nicht mit, was kommt nach Corona, wenn es irgendwann an Macht verliert? 

Ich bin dankbar in dieser Zeit in Deutschland zu leben, dankbar für vorsichtige Herangehensweisen, weil man einfach nichts falsch machen möchte. Weil wir sowas noch nie hatten. Und es liegt mir trotz all dieser Fragen fern, zu rebellieren und Verschwörungstheorien zu glauben. 

Mein Gebet geht heute raus in diese Welt, die mir gerade oft ferner zu sein scheint als 1,50 m. Mein Gebet geht raus an die Menschen, die leiden, an Menschen, die vermissen, an Menschen mit Perspektivlosigkeit und geplatzten Träumen. An die Menschen, die nicht wissen wie sie diese Zeit emotional hinbekommen sollen. 

Gott nimm deine Welt in die Arme, denn wir können es an so vielen Stellen gerade nicht tun. 

Die Welt kann …

Was eine unwirkliche Zeit

So etwas habe ich noch nicht erlebt: Ein Shutdown in nahezu allen Bereichen, Bilder aus Italien, Frankreich den USA und Spanien, die mein Herz zum Aufschreien bringen, eigene Furcht vor dem Ungewissen, vor Krankheit, vor Verlust vor dem Kollaps….
Vorsicht, Vorsicht überall!!

Facebook überschüttet mich mit Fakten, Fakenews, Bildern, lustigen Challenges und Hilfsangeboten.

Und über allem herrscht eine unangenehme Ruhe. Ist es eine Ruhe vor dem Sturm oder ist alles was wir tun doch etwas „over the Edge“. Wem kann ich glauben? Was für Infos sind wirklich wissenswert?

Ich gehe noch arbeiten, denn der Bereich in dem ich arbeite, ist systemrelevant.Juhu! 🙃Wir produzieren für den Medizinbereich.
Ich bin gerne da vor Ort und dankbar, dass ich nicht im Homeoffice sitze. Dankbar, dass das, was ich tue, meine Präsenz vor Ort noch irgendwie braucht.
Und doch ist alles anders. Wir arbeiten in Schichten, haben strikte Vorgaben zum Umgang miteinander. Hinweisschilder überall: Sicherheitsabstand einhalten. Eher telefonieren als das Gespräch mit den noch verbliebenen Kollegen im Büro suchen. Macht alles Sinn, denke ich. Muss sein, denn wenn nicht alle mitspielen, spielt vielleicht bald keiner mehr.

Mein Kopf nickt und ich tue oder unterlasse, was gerade nötig zu sein scheint.

Mein Herz schreit immer noch auf bei soviel Distanz, bei Argwohn der Menschen im Supermarkt, bei Panikmache, Verschwörungstheorien, blöden und egoistischen Menschen, die sturr keinen Abstand einhalten wollen.

Ach ja apropros Verschwörungstheorien! Ich bekenne: Wie sehr wünschte ich doch manchmal, sie wären wahr.🙈
Käme gerade sehr gut mit dem Wissen klar, dass wir alle nur getäuscht werden mit dem, was die Politik von uns fordert. Wünschte mir manchmal, alles wäre nicht so schlimm wie alle sagen, alle Bilder im Fernsehen gefakt und alle Virologen gekauft.
Und dann plötzlich würde jemand rufen: „Hey! Wir wollten nur mal testen, wie viel ihr bereit seid für das Allgemeinwohl zu geben.“
Und wir würden aufhören, die Luft anzuhalten und würden uns an die Hand nehmen – also alle die den Wahnsinn überlebt hätten- und uns beglückwünschen für unseren grandiosen Einsatz.
Aber der erste April ist vorbei und der Wahnsinn noch da. Und wir rennen weiter oder bleiben weiter #fuckingathome und hoffen, dass dieser Kelch vielleicht an uns vorüber geht…. auch wenn ich es verweigern möchte: es ist gerade so wie es ist!


Und nur weil Verschwörungstheorien verlockend erscheinen, will ich mich nicht darauf stellen, denn vielleicht rettet meine Vernunft ja am Ende doch Menschenleben.
Ich hoffe, dass alles was gerade passiert, Sinn macht und dafür sorgt, dass unsere Gemeinschaft nicht zusammen bricht. Und ich hoffe, dass nicht ein anderes Virus am Ende noch mehr Leben nimmt als Corona. Ein Virus namens Isolation! Wieviel passiert vielleicht gerade hinter verschlossener Tür, was wir nicht mehr mitbekommen. Corona ist in der Welt und versperrt den Sozialarbeitern die Tür zu den Menschen, die psychisch nicht klar kommen, zu den Kindern, die keine Hilfe mehr bekommen, zu Eltern, die schon im normalen Alltag mit ihrer Rolle überfordert sind, zu den Menschen, die schon vorher einsam waren und die nie anrufen würden oder eine ZOOM Konferenz installieren.

Versteht mich nicht falsch, ich halte mich an alles was gefordert wird – einfach weil ich manchmal nicht alles verstehen muss um loyal zu sein. Ich muss nicht alles erklärt bekommen und nicht alles verstehen. Ich halte mich an das was unsere Gesellschaft zusammen hält. Mal gelingt es besser mal nicht so.
„Selbst im Krieg war es uns gestattet, Gottesdienste zu besuchen,“ meinte eine ältere Person als Zusammenkünfte jeglicher Art verboten wurden. Was doch ein kleines unsichtbares Virus in unserer Welt anstellen kann. Wie sehr es nimmt, wie sehr es fordert.
Ich halte inne jeden Abend, wenn ich die neuen Todeszahlen im Fernsehen sehe. Es sind oft Alte und Kranke, die sterben. Oft sind es Altenheime, die heimgesucht werden von dem fiesen, kleinen „kann man nicht sehen – Virus“, dass sich gerade durch die Gesellschaft frisst.
Ich bin überrascht, dass diese Welt, die sich doch so oft Grenzen setzt bei humanitärer Hilfe an Flüchtlingen und den Armen dieser Welt. Die so oft schreit: Das schaffen wir nicht! Plötzlich anhält und sagt: Jetzt legen wir uns ins Zeug. Wir halten den Zug an, wir geben unser schnelles Leben auf, damit nicht die sterben, auf die es in der Wirtschaft doch oft nicht anzukommen scheint. 

Die Welt kann! Sie kann soviel mehr!
Wenn sie jetzt das tut, was sie sonst nicht tun kann, dann wünsche ich ihr Erfolg bei alle dem. Und auch, dass sie dann, wenn Corona vielleicht in die Knie gezwungen wird, nicht aufhört zu „können“.