Nur mal so…

Gott,

In all meinem Wandern und allem Verstehenwollen,
In all dem Richtigmachen und Hoffnung sähen
In all meinen Träumen und all meinem Sehnen

Halt ich mich fest an dir,
Denn es ist DEINE Liebe zu mir, die allen Schaden heilt
Es ist DEINE Hand, die nach mir greift, wenn ich mich verlier!

Du bist es selbst, der in dieser kaputten Welt,
Stück für Stück sein wunderschönes Reich direkt in meine Mitte stellt.
Und mich in allem sieht und mich in allem führt.

Da wo ich Angst habe, bist du mein Leuchtturm, der mich sicher nach Hause bringt. 
Da wo ich zittere, bist du mein Emanuel, der „Gott mit mir“ in einer gottverlassnen Welt…

Ich verstehe dich nicht- aber ich lehne mich an.
Weine, wie ein Kind, wenn Wort nicht trösten kann… finde zu Hause, finde dich selbst. 

Wo ist ein Gott wie du! Du hältst sie- meine kleine Welt!!
Du warst schon immer gut zu mir! 

Danke für dich – einfach nur so!

Schnee über Blümchen

Heute morgen – okay, es war später Ferienmorgen-
hab ich die Jalousien hochgezogen und nur gedacht:
„Wer will mich denn bitte hier verarschen?“
Schnell die Jalousien wieder hinunter,
und langsam wieder hinauf.
Doch der Anblick blieb unverändert:
Schnee und Schnee und Schnee!!
Extra als Begrüßung am Morgen des 7. Aprils.

Ja, ja ich weiss!
Mein Handy hatte es angekündigt.
Wir hatten als Familie darüber am Vortag gesprochen
und uns gefreut,
dass wir die Winterreifen noch „drauf“ hatten.
Wie jedes Jahr um diese Zeit.
Nicht, weil wir im April immer noch mit Tiefschnee rechneten,
sondern weil wir irgendwie nie pünktlich die Reifen wechselten.
Aber ich hätte doch niiiiiiiie im Leben damit gerechnet,
dass es tatsächlich so viel schneien würde.

Während ich also apathisch und fassungslos am Fenster stand
sprangen die Kids umher und freuten sich:
„Juhu, dann können wir einen Schneemann bauen!“
„Ja, viel Spass,“ murrte ich nur und wollte einfach gerne wieder ins warme Bett.

Ohne mich! Ich verweigere der penetranten Wiederkehr des Winters meine Aufwartung. Ich bin durch damit.
Ich will keinen Schnee mehr schippen, ich will den Gehweg fegen,
ich hol die Mützen nicht wieder vom Speicher,
ich will Frühling und draußen in der Sonne sitzen.
Ich will meine Blümchen nicht in einem Haufen unverfrorenem Schnee beerdigen müssen.

So wie ich keinen Schnee im April will,
so will ich viele Dinge nicht.
Ich will keine Abschiede, keinen Tod
ich will kein „das wars“ oder „es ist vorbei“,
ich will keine Überraschungen,
die meinen Alltag durcheinander bringen.
ich will kein „Immer weiter“,
ich will kein „Halte durch“.

Viele Dinge passieren und machen fassungslos.
Manchmal nerven sie nur,
so wie der Wintereinbruch im April.
und manchmal bringen sie das Leben ganz schön ins Wanken.
Manchmal bringt´s uns aus der Balance,
lässt und zweifeln und weinen.
Dabei werden wir nicht gefragt,
ob wir darauf vorbereitet sind oder
was wir dazu so meinen.
Solche Zeiten sind hart
und es fühlt sich so richtig ungerecht an.

Wenn die Wut im Bauch dann größer wird
ist es gut, wenn wir jemanden haben,
der „MIT UNS“ ist,
jemanden der „MIT UNS BLEIBT“
der unsere Wut aushält und unsere Ohnmacht,

…. auch unser Schimpfen auf Schnee über Blümchen….








Abendmahl = Gott hat dich lieb

Ich feiere heute das Abendmahl,
weil ich mich kurz erinnern will,
wie gut du es mit mir meinst.
Ich tue es auch dann, wenn noch nicht alles okay ist,
denn ich weiss:
Durch dich wird alles gut.
Ich nehme den Kelch und erinnere mich
an das Blut, dass du vergossen hast,
für meine Unfähigkeit zu lieben,
für meine Selbstsucht,
für meinen Mangel und meine schräge Sicht auf diese Welt.
Du hast geblutet und gelitten,
weil du wolltest,
dass ich es nicht tun muss.
Dass ich mich an dich drücken kann,
wie ein Kind das bei seinem Papa macht,
auch wenn noch nicht alles gut ist,
auch nach einem komischen Tag.
Ich erhebe mein Glas auf dich,
meinem Freund und Heiland,
auf den, der nicht geht,
nur weil ich woanders hin unterwegs bin.
Ich erhebe mein Glas auf dich und erinnere mich dankbar,
dass du mich so sehr liebst,
dass du mich retten wolltest
und es am Ende auch getan hast-
auch wenn du nicht auf meine Dankbarkeit zählen konntest.

Ich sitze hier und breche das Brot,
oder den Keks oder die Waffel
und es erinnert mich dran,
dass du nicht schuldig warst
und trotzdem gestorben bist
wie ein Verbrecher, wie einer der Schuld hat.
Grausam haben sie dich hingerichtet,
über dich gelacht und dich verspottet.
Dankbar esse ich das Brot,
weil ich dir danken will,
dass du das durchgehalten hast.
Weil du das Leben deiner Menschen vor Augen hattest.
Weil du auch mich gesehen hast.

Daran will ich mich erinnern,
in diesem alten Brauch namens Abendmahl.
Ich nehme es ein ohne Furcht vor dir.
Und meine Kinder sind Teil vom Ganzen.
Für sie ist Beziehung mit dir einfach,
nicht so vom Leben gezeichnet
nicht mit so viel „wenn und aber“,
ohne all diese Fragen.

Abendmahl, ich erinnere mich,
dass du mich liebst – weil du bist wie du bist.
Weil du dich nicht klein reden und entmachten lässt
von unserer kleinen Welt.
„Ich hab dich lieb“ – sagt mir die Bibel,
wie man es einem Kind immer wieder sagt,
weil man es im tiefsten Herzen fühlt.

Ostern ist Dunkelheit und Scheitern am Karfreitag
banges Warten und angstvolles Ausharren.
Ohne Schatten beachtet man selten das Licht.
Am Ende mit einem großen Happy End für die Menschheit.
Das auch gilt,
wenn Leben um uns dunkel bleibt.

Ich feiere heute das Abendmahl,
weil ich mich kurz erinnern will,
wie gut du es mit mir meinst.
Ich tue es auch dann, wenn noch nicht alles okay ist,
denn ich weiss:
Durch dich wird alles gut.

Freundschaft mit Happy End!

Dieser Petrus!
Was hatte er geprahlt und behauptet, dass ER seinem Meister treu bleiben wollte. Er hatte es gesagt, als er zwischen den anderen Jüngern am Tisch lag. Als er in der Gruppe zusammen saß. Jesus hatte komische Dinge angedeutet, Merkwürdiges erzählt. Aber Petrus dachte, bei Jesus würde alles gut werden. Siegessicher in der Sache waren sie noch am Palmsonntag nach Jerusalem eingezogen. Wurden bejubelt und willkommen geheißen. Ein Hoch auf das Leben, was gerade stattfand. Er wusste, alles würde gut.

… und dann als die Nacht kam, die Soldaten, der Verräter. Als alle riefen: „Kreuzigt ihn! Wir wollen ihn nicht!“
Da war es dann plötzlich dunkel und feindselig um ihn herum. Kein Jubeln mehr und keine „Willkommens“- Rufe.
Vielleicht dachte er: Ach, wenn doch wieder Palmsonntag wäre.
Nur noch mal die Gemeinschaft erleben, die Freude, den guten Blick in eine siegreiche Zukunft. Doch plötzlich hatte sich das Blatt gewendet, plötzlich war alles, was noch vor Kurzem so klar und sicher schien, weg.
Und dann kam die Angst, die Angst eines starken Mannes, in der Dunkelheit und bei dem argwöhnischen Fragen der Menschen um ihn herum. Und er wusste: Wenn ich jetzt bekenne, dass ich zu Jesus gehöre, dann bin ich mit dran, dann verlier ich, dann sterbe ich.

Ich kann seine Angst so gut verstehen: Dieses Angst, die frisst und nimmt und einengt. Die Angst, die den Blick nach vorne verschliesst, wenn der Weg neblig und hoffnungslos erscheint. Ich kann ihn verstehen – diesen Petrus. Es könnte meine Geschichte sein. Immer wieder in diesem Leben.
Wenn Wege schwierig sind, will ich auch oft zurück zu den glorreichen Zeiten, zu Leichtigkeit und Lachen. Wenn ich hetze oder versage oder die Welt das für mich übernimmt, dann sehne ich mich auch zurück nach Palmsonntag. Dann will ich keinen Karfreitag. Und dann schäme ich mich für meine Angst, die mich Dinge tun lässt, die ich ohne diese lähmende Angst nie tun würde. Dann bestimmt die Angst meinen Weg. Auch dann, wenn ich doch Jesus kenne. Dann tauche ich kurz ab, will nicht weiter gehen – will rückwärts zu den schönen Tagen, will und kann nicht mutig sein.

Doch Karfreitag ist nicht das Ende der Ostergeschichte. Der Ostersonntag kommt und verändert den Lauf der Geschichte. Die große Auferstehung findet statt, das riesige unermäßliche Geschenk. Doch Petrus begreift es nicht. Er ist drin in dem Strudel von Angst und Scham. Er ist am Boden, denn er hat auf ganzer Linie versagt. An einer Stelle heisst es, dass er ging und bitterlich weinte. Es war ihm klar, dass er nicht der Starke war, der die Dinge im Griff hatte. Dass gerade ER es nicht schaffte, mutig zu sein. Gerade er! Das muss ein Schlag ins Gesicht gewesen sein. Vielleicht hätte er die ganze Ostergeschichte verpasst, weil er sich nicht gewagt hätte, noch mal aufzustehen. Angst macht so viel mit uns – und nimmt so viel.

Nach seiner Auferstehung begegnet Jesus seinem ängstlichen Petrus. Das ist die Kehrtwende. Er geht zu seinem scheinbar starken Mann, der sich wohl eher gerade wie der größte Depp von allen fühlt. Er sieht ihn an und fragt nur das eine: „Hast du mich lieb?“
Und Petrus, getroffen in seiner Angst, wagt die Antwort und flüstert vorsichtig.
„Ja, ich hab dich lieb“
Und Jesus fragt ihn noch zwei mal und holt Petrus damit Stück für Stück aus seiner Angst. Er rüttelt an ihm und erinnert ihn daran, wieder aufzustehen. Er lässt Petrus nicht in seiner Schuld. Es ist nicht das Ende.
Das macht mir immer wieder Mut.
ER gibt diesem Mann noch in seiner Angst einen Auftrag. Er glaubt an ihn!
WOW! Was für ein Vertrauensvorschuss.
„Weide meine Lämmer, bau meine Gemeinde.“
Was Petrus wohl gedacht haben muss:
“ Nimm nicht mich! Du weisst ja wo das hin führt. Da ist soviel Angst in mir, soviel Zweifel, soviel großes Reden und keine Taten. Jesus tu dir das nicht an.“
Aber Jesus sagt es ihm:
„Petrus, weide meine Schafe!
Sei wieder präsent. Nimm wieder am Leben teil. Gib mir deine Angst und nimm dafür meine Hand und dann lauf los im vertrauen, dass ich bei dir bin.“

Ich würde gerne von Herrlichkeit zu Herrlichkeit laufen. Ich liebe Lachen und Tanzen und das Leben geniessen. Ich würde gerne von Palmsonntag direkt zu Ostersonntag hüpfen. Aber irgendwie gibt es da noch den Karfreitag dazwischen. Und es zeigt mir, Gott ist nicht fertig mit mir, wenn mich der Strudel der Angst ergreift, oder die Wut oder die Ohnmacht. Er hält aus meinen Verrat, den ich nicht will und doch immer wieder tue. Er bleibt bei mir seinem Möchtegern – Petrus 😉

Er sieht meine Angst – aber die haut ihn nicht vom Thron. Er gibt seinen Auftrag, er traut mir etwas zu. Er bahnt den Weg durch den Nebel der Angst: „Geh und bau meine Gemeinde, weide meine Lämmer! Sei präsent! Hör nicht auf, wieder aufzustehen. Sei mutig und kühn – trotz deiner Angst. Immer einen Schritt vor den Nächsten. Mit dem irrsinnigen Glauben, dass dein Tun diese Welt aus den Angeln heben wird und dafür sorgt, dass sie endlich heilen darf.“

Und wenn mein persönlicher Karfreitag wieder da ist und die Angst wieder nach mir greift und alles zunichte machen will, nimmt Jesus mich wieder an die Seite und sagt: „Hey, hast du mich lieb?“
Und ich schau auf und flüstere unsicher: „Ja?!“
Und er legt seinen Arm um meine Schulter und ruft:
„Na, dann los. Lass uns diese Welt verändern! – Trotz der Angst!“

Frag doch mal …die Maus

Seit 50 Jahren erklärt uns in der Sendung mit der Maus, ein kleines, stilles, orangefarbiges Nagetier die Welt.

Wir stellen die Fragen und „sie“ liefert die Antwort. Jemand, der sich auskennt oder sich die Mühe macht, sich mit unseren Fragen auseinander zu setzen. Unzählige Videos sind über die Jahre entstanden.
3.320 Fragen in all den Jahren. Kinder und Erwachsene, die Fragen an das Leben stellen, Neugier beweisen und Antworten suchen. Und bei der Sendung mit der Maus gibt es diese Antworten, kreativ untermalt und ganz einfach erklärt.
Eine Frage zu stellen und eine Antwort zu erwarten, ist bereichernd fürs Leben.
Es zeigt: Ich weiss nicht alles, ich versteh die Welt nicht so ganz. Komm, bitte erklär es mir. Es lässt zu, dass jemand anders mehr wissen darf und dass er die Chance bekommt, es mir zu erklären. Ich stelle mich hin und frage. Und jemand anders ist der Kluge, der Gelehrte. Ich höre zu und der andere macht die Lösung verständlich.
Kinder können das. Sie sind neugierig aufs Leben – die meisten.
Sie können Löcher in den Bauch fragen, absurdeste Antworten finden und dann nachfragen: Mama, ist das so?
Manchmal, wenn ich so gar nicht weiss, was ich dazu sagen soll, antworte ich: „Frag doch mal die Maus.“
Heisst: Ich weiss es leider nicht. Ich möchte dir nicht irgendwas erzählen, kein Halbwissen, kein Erwachsenengequatsche. Dann sag ich: Frag jemand anderes, oder wir machen uns gemeinsam auf die Suche nach der Antwort.

Ich hab das Gefühl, dass wir als Erwachsene oft weniger Mut aufbringen, Fragen zu stellen. Oder dass wir immer das Gefühl haben, eine Antwort parat haben zu müssen oder selbst keine Fragen mehr stellen zu wollen. Denn vieles hätten wir ja im Leben gelernt haben müssen. Zu fragen ist ja auch immer ein kleines Zeichen von Schwäche.
Dabei bereichert das unser Miteinander. Es zeigt: Sag mir, was du weisst, teile mit, was du gelernt hast. Sei mir ein Gegenüber und lass uns gemeinsam über die Fragen der Welt nachdenken.

In den letzten Monaten fehlten mir oft die Antworten und leider wusste auch die Maus nicht immer die Lösung. Oft waren da zu viele Fragen und gefühlt keine Antworten.

Im letzten Jahr musste ich viele Antworten für mich selber finden. Zum Beispiel, was diese ganze Pandemie mit mir macht und machen darf. Wie sehr ich denke, Antworten und richtige Wege zu kennen. Ich dachte oft, dass es so oder so gehen müsste. Oftmals saß ich ziemlich ratlos da, weil die Wege, wie ich sie kannte nicht mehr funktionierten. Ich bin ein Beziehungsmensch – durch und durch. Ein Leben auf Distanz zu anderen Menschen lässt meine Freude sinken.
YouTube und Zoom sind hilfreiche Tools um am Leben der anderen noch teilzuhaben. Aber sie ersetzen wahre Beziehungen nicht.
Ich habe mich oft gefragt, wie mein Leben nun laufen soll. Ob und wie ich sein will.

Ich stelle mir nun die Frage:
Wo kann ich noch Beziehung leben, wo kann ich gestalten, wo sinnvoll Anteil nehmen. Das nehme ich auch jeden Tag mit in meinem Austausch mit Gott, in mein Gespräch mit dem Schöpfer.
Ganz weit weg von dem Anspruch funktionieren zu müssen, tauche ich ein ins „Frage- Antwort Spiel“.

Ich spüre, da sind Menschen um mich herum, die mich brauchen und für die mein Dasein gerade unendlich wichtig ist. Meine Aktionen sind reduziert und alles was noch stattfindet, wird dadurch auch wertvoller. Ich gehe öfter mit einer Freundin spazieren, immer mal mit der, die es wie ich in dem Moment braucht. Dann ziehen wir gemeinsam durch die Natur, reden über Frust und Verdruss, lachen und merken, es ist gut, dass der andere da ist. Ich bin dankbar für Menschen, die zuhören und ihre persönlichen Antworten geben. Menschen, mit denen ich gemeinsam über das Leben nachdenken darf. Und auch welche, die die Stille aushalten, wenn es mal keine Antworten gibt.

Ich profitiere davon, dass ich meine kleine Familie habe und, dass der Austausch und das Zusammensein, enger wird, vertrauter. Dass Dinge aufbrechen und Zeit da ist, damit es auch mal heilen kann. Ich finde Zeit zum Spiel, zum Zuhören und Dasein. Fragen sind Teil des Alltags, aber Antworten nicht immer so immens wichtig.
Wir haben den 50. Geburtstag der „Sendung mit der Maus“ an diesem Wochenende ausgedehnt gefeiert. Mit Deko, Kuchen, Mark Forster und Lagerfeuer. Oft kommen solche Momente zu kurz, weil sie immer On Top auf einem ziemlich vollen Terminkalender liegen. Und das strengt an.
Dass jetzt weniger ist, weil mehr nicht sein darf, ist manchmal auch entspannend.
Unsere Kinder profitieren davon. Wir sind eine kleine eingeschworene Gemeinschaft geworden.
Und doch vermisse ich auch Feste und Freunde und Zusammenkünfte mit vielen Menschen. Da ist so ein Ort in meinem Herzen mit sehr viel Liebe für die Welt da draussen. Und dieser Ort ist so still geworden. Das schmerzt, denn es ist auch ein Teil meines Lebens.

Wenn ich die Maus fragen würde, was sie mir als Ratschlag für diese Zeit mitgibt, würde sie vielleicht mit den Augen „klick“, „klick“ machen und sie würde den Elefanten in die Arme nehmen und auch die gelbe Ente und dann würde mich auffordern, ihrem Beispiel zu folgen.

Liebe Maus, deine Welt ist immer schon kleiner und überschaulicher gewesen als meine. Und doch hast du Generationen erreicht. Nur, weil du die kleine Welt um dich herum ernst genommen hast mit den Fragen die da waren. Das will ich mir zum Vorbild nehmen für den nächsten Tag! Ich will wertschätzend das in Angriff nehmen, was ich tun kann.

Happy Birthday!

Von Fastenzeit zu Fastenzeit

Fasching, diese fünfte Jahreszeit ging 2021 zu Ende, wie sie begonnen hatte: Still und leise und ohne großes Aufgebot. Während diese eigentlich doch jecke Zeit „Gute Nacht“ sagt, obwohl sie vorher gar nicht recht wach war, kündigt sich schon die nächste Zeit an: Die Fastenzeit. Innehalten und verzichten. Zur Ruhe kommen und für sich sein. Und während die Fastenzeit in all den Jahren vorher für mich immer eine sehr besondere und prägende Zeit war, gestehe ich nun:

In diesem Jahr fällt es mir schwer. Denn ich habe das Gefühl, dass ich im letzten Jahr schon ziemlich viel verzichtet habe. So ganz unfreiwillig und immer mit der Angst im Nacken, dass man den Laden hier schnell dicht macht, wenn ich mich nicht an die Regeln halte. Oder, dass die Berührung eines anderen Menschen Gefahr bedeutet.
Ich habe das Gefühl, dass ich keine 40 Tage Fastenzeit hinter mir habe (obwohl sie mir doch eigentlich erst bevorsteht), sondern mehrere lange Monate… und, dass das mit dem Karneval schon ’ne Ecke her ist. Aber vielleicht komme ich ja auch so klar und verstecke mich einfach weiter in meiner Höhle namens Sicherheit.

Carmen Schenkel, Emotionsforscherin und Geschäftsführerin des Instituts September, schreibt an Weiberfastnacht 2021 einen sehr interessanten Artikel im RGA. „Um so disziplinierter man ist, um so wichtiger ist es, ab und zu auch mal zu eskalieren,“ meint sie. Corona habe den Menschen eine Disziplin sondergleichen abverlangt. Langsam mache sich ein apathischer Zustand in der Gesellschaft bemerkbar.
Und ich nicke zustimmend. Ich hier so in meiner Höhle.
„Es wäre,“ so Schenkel weiter, nachdem sie Karnevalisten in tiefenpsychologischen Interviews befragt hatte, „jetzt mal an der Zeit, ein paar Tage über die Stränge zu schlagen.“ Und Karneval sei dafür ideal.
Sie fährt fort und beschreibt die Zeit des Karnevals als eine Zeit, in der man sich „aus dem Alltag herausschunkeln könne um eine psychische Freiheit zu erlangen.“ Ich nicke wieder, während ich weiterlese.
„Ach wie sehr hätten wir das dieses Jahr gebraucht.“ seufzt sie zum Abschluss.

Ja, wie sehr hätten wir das in diesem Jahr gebraucht.

Wenn man die Fastenzeit ernst nimmt, tut es gut, wenn es vorher den persönlichen Karneval gegeben hat. Wenn man von Zeit zu Zeit nicht alles so ernst nimmt, wenn man tanzt und lacht und verrückt und wunderbar mit roten Zöpfen wirr durch durch den Alltag tanzt, trotz des Heimtückischen um einen herum – trotz der lauernden Gefahr. Raus aus der Höhle und mal wieder, und so verantwortlich wie man sein kann, den einen oder anderen in die Arme nimmt, damit die Seele auch einen Grund zum Feiern findet und nicht verkümmert.

Und so trete ich heraus aus meiner Höhle und wage den Verrat: Ich feiere meinen persönlichen Karneval trotz allem. Weil immer nur Disziplin träge und einsam macht. Ich nicke den Geschundenen zu und verstehe den Abgehangenen. Ich hebe die Kinder hoch auf meine Schultern, damit sie die Parade und auch weiterhin den Himmel sehen können, ihre Zukunft, die es noch gibt und immer geben wird, und bin präsent, damit sie gestärkt und mutig die Kamelle entgegen nehmen können, die das Leben noch für sie bereit hält.

Ich spreche an, was ich als so unsäglich ungerecht empfinde in meiner persönlichen Büttenrede (schön sarkastisch und penetrant), und bin bei allem dabei, was durch diese Pandemie, durch unsere gespaltene Gesellschaft und all die Überforderung trägt. Ich sage Nein zu übertriebener Distanz und hole jeden, den ich finden kann, wieder aus seinem Loch und feiere jeden noch so kleinen Schritt Richtung Leben. 
Wenn ich den Leichtsinn wage und mir eingestehe, dass ich das kann, weil ich ein verantwortungsvoller Mensch bin, der sein Leben und das derer um sich herum ernst nimmt, wertschätzt und schützen will. 

An Karneval kann ich egoistisch eskalieren und nehmen ohne Sinn und Verstand oder ich schunkle und lache mit dem nötigen Respekt. Auch wenn manche vielleicht denken, dass wir Politik und Führer brauchen, die uns zeigen, wie wir mit all den Gefahren umgehen müssen: Ich glaube, das können wir eigentlich gut selbst. Wir können mit der Pandemie leben, ihr Einhalt gebieten, schützen, was zu schützen ist, und trotzdem nicht die Freude miteinander verlieren. 

Das braucht Mut und Kreativität – kreativ wie manch ein Karnevalskostüm, mutig wie die Themen der Wagenbauer, die sich auch mal nicht so leichte Kost gönnen und Ungerechtigkeit bockig und waghalsig zur Schau stellen.

Und wenn wir diesen persönlichen Karneval wagen, dann können wir getrost auch die Fastenzeit erleben. Dann können wir innehalten in all dem Verzicht und uns bewusst machen, was eine Krise mit uns macht und was sie uns zeigt. Sie zeigt unsere Wunden. Sie zeigt auf, was nicht ok ist mit uns und unserer Welt. 

In der Fastenzeit, in der Stille und dem Verzicht wird schnell klar, wer wir wirklich sind. Wenn Ablenkung nicht da ist, zeigt es, wovor wir vielleicht gerne weglaufen. Das zu sehen, ist oft nicht schön, aber es ist auch eine tiefe Chance auf Veränderung! 

Ich bin bereit für die Fastenzeit, weil es in meinem Leben auch die persönliche Karnevalszeit gibt. Und manchmal findet beides fast schon nebeneinander her statt. Es gibt Zeiten, in denen ich die Parade laufe.
Und dann gibt es die andere Zeit in der ich die Ruhe annehme, die Krise akzeptiere und mich frage, wer ich sein will in dieser Zeit. Und wer ich sein will am Ende von 2021.

Karneval und Fastenzeit. Ich wünsche Dir beides…
Verlier nicht den Mut und die Zuversicht und die Freude!

Ich bleib noch was länger als nötig …

Wenn die Welt immer noch ziemlich schief in den Angeln hängt
und sich irgendwie nicht heilen lässt
und ich mitten drin bin – und doch gefühlt so machtlos…
dann will ich das zu meinem täglichen Gebet machen:

Gott, ich glaube aus aller Erfahrung, die ich mit dir in meinem Leben gemacht habe:
DU bist trotzdem noch da.
Mit deinem Segen und deiner Kraft.
DU hebst die Schwachen auf,
DU verbindest Wunden,
DU bist noch da.
DU wirst noch bleiben.
Ganz feste klammere ich mich daran.
So wie gestern wirst DU auch morgen bleiben.
Und wenn ich nichts spüre von deiner Macht,
dräng ich mich noch näher an dein Herz,
werfe ich alles was ich bin und habe vor deinen Thron.
Und manchmal bleibe ich einfach was länger bei dir
als die Zeit und die Pflicht es erlaubt.
Damit ich gestärkt nach vorne gehen kann.
Oder wenigstens den Blick wieder hebe. Gott, erfülle mein Herz mit himmlischer Hoffnung und einer Freude, die kein Umstand nehmen kann. Nahe bei DIR lass ich los die Not diese Welt!! DIR gebe ich ab, was ich mal wieder selber tragen wollte. Gott, ich lass dich mächtig, ich lasse dich Gott in meinem Leben sein- und ich warte ab, was du tust. Ich erwarte, DASS du was tust. Ich will glauben, auch wenn ich jetzt noch nicht alles verstehe!! AMEN 🙏

So am Anfang von 2021

Weihnachten ist vorbei, Silvester auch.
2020 war so ein bisschen zum Vergessen.
Irgendwie war jeder betroffen,
irgendwas hat das Virus bei jedem
unaufgefordert genommen.
Nach vielem Auf und Ab,
Vielem „wir könnten doch,“
„Wir müssten doch“ und
„Ach lieber nicht“,
Stellen wir nun hohe Erwartungen an das Jahr 2021.

Als wäre mit dem stillen Erwachen des 1. Januars
Plötzlich wieder neuer Mut da,
Vorfreude und Gewissheit,
Dass das, was vor uns liegt,
Besser wird als das, was wir hatten.

Aber anstatt neu handeln zu dürfen,
Gehts nun weiter wie in 2020.
Meistern wir das Homeschooling, 
Das Homekümmering und das Homeworking
Oder das „Gar-Nicht-Mehr Working“.
Wut ist da und Enttäuschung,
Dass unsere Politik nicht retten kann,
Dass soviel wir auch schimpfen
Kein Held auf dem weissen Pferd kommt,
Uns nach Hause zu bringen
Und die Schlacht für uns zu kämpfen

Soziale Netzwerke sind voll von 
Asozialem Wettbewerb von nichtsnutzigen Worten.

Wird diese Generation eine verlorene Generation sein?
Oder wird wahr,
Dass Eisen Eisen schärft,
Der Blick zum Schöpfer 
Wieder den Blick für den Nächsten gibt

Sind wir noch offen für mutiges Handeln,
Wenn Mut diesmal nur heisst,
Anwesend und präsent zu sein
In den kleinen Aufgaben, 
Die so undankbar und mächtig vor uns liegen?

Wird man wohl einmal von uns sagen,
Dass diese verrückte Welt
uns nicht kaputt gemacht hat
sondern das Beste aus uns herausholte,
Von dem wir nicht ahnten,
Dass es das gibt?

Ich wage zu glauben, 
Dass das, was ich tue
Noch immer einen Einfluss hat auf den Lauf dieser Welt.

Deshalb wird das Land nicht heilen ohne uns,
Wird es nicht besser, es sei denn ich tus.

Und wenn ich dann die Welt
Wieder neu in Gottes Hände lege,
Will ich ihm zutrauen,
Dass da wo morgen mein Platz sein wird,
Auch sein Segen ist,
Sein Schutz,
Sein Plan und sein Mut,

Dass ich nicht gehen muss,
Es sei denn, ER ruft!

So nehm ich dem Jahr 2021 behutsam
All meine Erwartungen von den Schultern.

Und geb ihm die faire Chance,
Einfach besonders zu werden.

Das Licht der Weihnacht

Frohe Weihnachten!
Endlich geschafft,
Nach stressigen Weihnachtsfeiern und überfüllten Weihnachtsmärkten
WOW – Weihnachten!
Endlich wieder volle Kirchen,
Familien die zusammen sitzen,
Gemeinsam feiern
Mit Eltern, Kindern, der Oma, dem Opa.
Und gemeinsam singen wir „ Oh Tannenbaum, wie schön sind deine Blätter!
Und… Ach Halt!
Pardon, das war wohl eher der Text von Weihnachten 2019.

Jede einzelne Zeile, sie passt nicht in dieses 2020, 
Maskiert singen wir leis und allein unsere Lieder,
Passen auf, bleiben wachsam
Wollen doch schützen und vermissen 
Menschen so sehr.
Dieses Jahr ist nicht 2019.
Vielleicht in machen Phasen,
Vielleicht erbärmlich erkämpft und ersehnt.
Und doch ziemlich anders.
Angst im Alltag und die Ohnmacht diesem nicht Herr zu sein 
Sind angekommen in unserer westlichen Welt,
Dieses Leid, was dieses Jahr an unsere Türen klopfte
Sich Einlass erschlich und vorhatte zu bleiben.
Wir dachten „Wir schaffen das!
Und kämpften uns durch 2020.
Und nun am Ende: Ernüchterung!
„Das packen wir nicht!“
Und während die einen jammern und klagen
Über Verlust und Einsamkeit,
Über Menschenleben, die es vielleicht nicht mehr gibt.
Sind da andere die wettern und schimpfen,
Die das Normale erstreiten und doch dann da stehen und sehen:
„So leicht ist das nicht.“

Und in all dem was ich sehe,
Wird mir klar:
Leid ist doch dann erst Leid für uns,
Wenn es uns betrifft. 

Wir können über Unrecht dieser Welt schimpfen,
Spenden geben für die ferne Not anderer Menschen.
Und sind doch die Gesegneten,
weil wir ja die Gebenden sind und 
Weil es uns ja nicht so betrifft,
das Dunkel der Welt.
Doch da wo die Dunkelheit an die eigenen vier Wände hämmert
Ist es plötzlich persönlich und mächtig
Und so scheint uns die Dunkelheit dieses Jahr vielleicht dunkler als sonst,
Aber Dunkelheit war immer schon dunkel an sich.
Und es verschwand immer erst mit dem Licht.

Und dieses Jahr wo wir so oft
die Macht von Dunkelheit so schmerzhaft erleben
Weil es unser Leben, unsere Existenz
unsere Menschen so sehr betrifft,
Kommt das Weihnachtslicht WIE IMMER,
WIE IMMER voller Hoffnung für den Einzelnen,
Voller Hoffnung für die Guten und Bösen,
Für die Kämpfer und die, 
Die aufgegeben haben.
Auch wenn die Dunkelheit 2020 anders als sonst scheint,
Unberechenbar, heimtückisch und nah.
So ist das Licht der Weihnacht WIE IMMER,
Und es kommt damit klar mit dem Dunkel der Welt
Es ist und bleibt fähig all die wieder aufzubauen,
Die sich gemeinsam mit Hirten und Magiern,
Aufmachen zur Krippe,
Die Ausschau halten nach dem Stern,
Wirklich suchen und nicht einfach einmal im Jahr dabei sein wollen.

Das Weihnachtslicht ist nicht abhängig
Von Traditionen oder gemeinsamen Feiern.
Es ist selbst da in unserer Einsamkeit
Und in der Unfähigkeit alles so einfach hinzunehmen.
Das Licht der Weihnacht leuchtet hell,
Auch in unseren Fehlern und der Angst.
Es will aufbauen! Uns in die Arme schliessen.
Und es wartet auch noch in 2020
Auf uns – auf die,
Die sich wieder trauen dem Stern zu folgen
und dem Kind zu begegnen.

Die vielleicht nach diesem Jahr
mit aufgeschlagenem Knie,
Einem verwundeten Herz
und ziemlich viel Wut im Bauch an die Krippe kriechen.
Raus aus der Dunkelheit mit dem letzten Glauben,
Dass das Licht der Weihnacht
Wirklich mächtiger ist als das Dunkel der Welt.

In diesem Sinne auch von mir: Frohe Weihnachten!

Video auf youtube
https://youtu.be/AFc4ofJ0fag
Kompletter Gottesdienst auf
https://youtu.be/8ULp_Jvfo7k

Light in the Darkness

Wir steuern auf das Weihnachtsfest zu
Und Dieses Jahr scheint es so 
Als müssten wir es retten.
So als wäre es plötzlich das Fest aller Feste,
Als würden wir plötzlich alles dran setzen
Dass es stattfinden darf in dieser Zeit.

Ich höre so viel in diesem Jahr,
Worte schreien mich an,
Verletzen, engen ein und 
Wollen meinen Standpunkt.
Abstand halten ja,
Aber um welchen Preis.
Welche Maßnahme ist richtig,
Welche Meinung vertretbar.

Ich sollte mich positionieren,
Obwohl ich es selbst doch nicht weiss.

Heute denke ich so,
Und morgen überholen mich meine eigenen Gedanken.
Und im Chaos vom Nicht wissen können
Nicht Standpunkt finden wollen,
Will ich bald gar nichts mehr hören
Und gar nichts mehr sagen.

Eigentlich sitz ich mit allen im Lockdown light.
Hätte ein Coronarecht auf Einsamkeit
Doch anstatt anzunehmen,
Dass man ja eh nichts tun kann in dieser Welt,
als einfach abzuwarten.
Bockt mein Herz auf und 
Schreit nach Veränderung und nach Mut.
Ich sehne mich so nach mutigen Menschen.

Wie anstrengend war mir dieses Jahr,
Mit seinem Auf und Ab,
vom Versuch mutig zu bleiben.
obwohl doch alles sagte:
Hab Angst und bleib fern.
Das Herz der Menschen heilt schon von alleine.

Die Realität von verletzten Seelen 
Durchkreuzt meine Sehnsucht nach Ruhe,
Verschafft meinem Tun keine Pause.
Und so renne und denke und teile ich aus,
Schreibe und trage ein Licht in die Welt.
Doch das Licht es scheint 
Diese Dunkelheit nicht zu durchbrechen
Es fehlt ihm am Macht
Und Durchhaltevermögen.

An jedem neuen Morgen
Eines jeden neuen Tages
Setze ich mich mich erschöpft 
An meine persönliche Krippe von 2020
Ganz nah hin zum Kind, 
Zur Mutter, zum Vater.
Ich bleibe dort mit meinen Sorgen
Und meine Geschenke sind
Fragen und Fragen.

Ist denn ein Retter in einer dreckigen Krippe
Wirklich die Hoffnung der Welt.

In diesem Jahr haben wir viel verloren,
Es war nicht wie geplant
Was werden die Gedanken eines jeden sein,
Wenn sich dieses Jahr verabschiedet.
Wen lassen wir zurück
Was gewannen wir neu?

Und wieder knie ich hier an der Krippe
Und wünsche mir Licht in der Finsternis
In meinen Gedanken,
In meinen Träumen,
In den Träumen der anderen.

Ich wünsche mir Licht in der Finsternis
In Krankenhäusern und Altenheimen
In Familien,
An Sterbebetten.
Am Boden der Existenz von vielen,

Ich wünsche mir Licht in der Finsternis
Bei erschöpften Politikern,
Bei Künstlern ohne Perspektive
Bei heimatlosen Flüchtlingen, 
Die wir dann einfach mal nicht mehr auf dem Schirm haben –
Sorry wir haben nicht Platz für noch mehr Katastrophen.

Ich wünsche mir Licht In der Finsternis
Bei denen die Fehler machten,
Bei denen die Schuld hatten 
Bei denen die Macht hatten.

Ich knie an der Krippe 
Und mein Gebet geht auch raus
Für die Menschen,
Die ich nicht versteh,
Die albern sind, 
Gefährlich und in meinen Augen so dumm.
Komisch, aber für alle kam der Retter der Erde.

Und so knie ich hier,
Weil ich einfach mal nicht mehr kämpfen kann,
Weil ich mich daran klammere,
Dass Gott sie noch hat die Kontrolle der Welt.

Und so leg ich mein Dunkel und das unserer Welt 
Ab an der Krippe
Und frag ihn leis,
„Weisst du was abgeht in deiner Welt?“

Und in mein persönliches Fragen an den,
Der Weihnachten für den perfekten Start
Einer gigantischen Rettungsaktion hielt,
Halt ich inne und sag:
„Hier DEINE Welt!“

Und während ich noch knie
kommt der Heiland und legt seine Hand auf meine Schulter,
Wie ein Freund,
Den nichts vertreiben kann.

Er nimmt mein Jahr 2020,
Er nimmt meine Sorge, den Verlust und auch den Versuch
Alles retten zu wollen.

Und in die Tränen mischt er himmlischen Trost.
Er zündet persönlich ein neues Licht der Hoffnung an,
Ervertreibt meine Eile,
Mein Kümmern und Sorgen.

Er  sagt mir ganz sanft und bestimmt:
JA, es ist MEINE Welt!
Vertrau mir!

Ausschnitt aus dem Online Weihnachtskalender der Gemeinde „Treffpunkt Hoffnung“ in Wermelskirchen.
Das Video dazu findet ihr hier https://youtu.be/B1W34I3qN2U