Ich schenke dir Segen

Natur und Segen

Ich schenke dir heute Gottes Segen,
Er ist alles was du brauchst.
Er ist Hoffnung und Neubeginn,
Er baut auf und führt dich sicher.

Gottes Segen begleite dich in deinen Fragen,
Er helfe dir sicher zu stehen.
Er gebe dir Gewissheit,
Dass Gott dich wirklich liebt und dass er 
Dich hinausschickt um selber ein Segen zu sein.
Er gebe dir Mut an deinem Arbeitsplatz,
Im Job, in der Familie, im Ruhestand und in der Schule
Überall da, wo du tätig bist und etwas bewirkst für uns alle.

Er gebe dir Gnade mit schwierigen Menschen,
Er gebe dir Weisheit, das richtige zu tun.
Er helfe dir, mit Freude andere zu begleiten
In einer doch ziemlich unsicheren Welt.
Er heile den Schmerz, 
Den du fühlst,
Er schenke dir den Blick für Wunder
Und den Glauben,
Dass Wunder immer noch Gottes Sache sind.

Ich geb dir Segen mit
Und mit ihm eine Sehnsucht nach diesem Gott,
Der dich nicht aufgegeben hat.
Er überschütte dich mit Freude und Frieden,
Er erhelle deine Dunkelheit
Und nehme all deine Schuld,
Und werfe sie ins tiefste Meer.

Ich schenke dir heute Gottes Segen,
Er ist alles was du brauchst.
Er ist Hoffnung und Neubeginn,
Er baut auf und führt dich sicher.

AMEN-

Sehnsucht in Weglosigkeit

Während ich so durch diese irre Welt haste,
Die so viel verlangt und oft so wenig gibt,
Komme ich oft so ausser Atem und find doch nicht,
Was wirklich zur Ruhe bringt.
Denn da wo ich ausruhen will,
Findet mein Herz doch nicht zur Ruhe,
Ist da kein Hirte, nur mein Unruhiges Sein.
Um mich herum ist es so kalt und ich 
Will ich doch nur zu Hause sein.

Du bist mein Hirte in schwerer Zeit,
Da wo Sehnsucht und Weglosigkeit
Mein Innerstes zerreisst.

Ich habe Angst und trau mich nicht 
meine Träume loszulassen,
Weil ich nicht weiss,
Ob deine Träume für mich und mein Leben
Wirklich besser sind als meine.

Du stehst da,
Mein Friedensfürst,
Retter meiner Seele und Hoffnung für eine ganze Welt.
Du hast dich schon so oft bewährt 
Und dennoch zagt mein Herz,
Denn es klebt hier an der Erde,

Obwohl es für die Ewigkeit geschaffen wurde.
Ich will Weitsicht,
Wo sich Enge um mich legt,
Ich will Klarheit in dem Dunst 
Einer Sterbenden Welt.
Ich bin so mittendrin
In all dem Irdischen,
Dass ich vergesse,
Dass mein Herz nur bei dir wirklich Heimat sieht

Heute halte ich einmal an,
Lege meinen zerquetschten Glauben vor dich hin,
Mein Hirte, mein Vater mein Schöpfer und Freund.
Da wo ich nicht vertrauen kann,
Sag ich trotzig „dein Will geschehe.“

Da wo ich mich verloren habe,
Lasse mich sanft wieder an deine Hand nehmen.
Ich schaue auf zu dir und sage:
„Halt mich!“
Ich gebe all den Zweifeln
Einmal kurz keine Bühne
Und ziehe mich zurück aus allem 
Was ich sein sollte und doch nicht sein kann.

Leise fragst du mich, Herr:
Hast du mich lieb?
Und meine Tränen antworten stumm.
Du kommst mir nahe und fragst:
Hast du mich lieb
und als Antwort
Leg ich einfach meinen Kopf an deine Schulter.

Und während ich so bei dir bin,
Lass ich los allen Schmerz,
Alles „Besser machen können“
alles „Hätte, wäre und wenn.“
Und dann führst du mich in der Stille zum Ruheplatz am Wasser
und leitest mich auf rechtem Pfad,

Da wo die finstere Schlucht bedrohlich weit ihr Maul aufreißt,
stillst du meine tiefe Sehnsucht und ziehst mich somit zurück,
So dass ich nicht falle in Sünde und Schuld.

Ich würde gerne sagen,
dass ich weiss, wie du tickst.
Aber könnt ich dich verstehen,
Wärst du dann nicht genau so klein wie ich.
Ich weiss manchmal nicht, 

Wie ich hinkomme
An den Ruheplatz, an dein Herz.
Ich weiss manchmal nicht,
Was du mit meinen Träumen machst,
Wenn ich es dir ganz überlasse.
Aber eins weiss ich:
Du bist der Gott, der mich sieht!
Nicht so wie ich sein sollte oder wie ich gerne wäre.
Sondern so wie ich bin.

Und wenn du mich ansiehst,
Dann siehst du nicht nur was ich bin
sondern auch was ich sein kann.
Dein Glaube an mich
Scheint manchmal größer zu sein 
Als mein Glaube an dich.

Deshalb bleibt mir nur mein kläglicher Versuch,
Dich nicht aus dem Blick zu verlieren,
An deiner Schulter anzulehnen
und meinen Senfkornglauben
vor dich abzulegen und dich zu bitten,
Etwas schönes daraus zu machen.

Gedanken

Dann wenn es dunkel und schwer ist und das Atmen schwer fällt, hebe ich meine Augen auf und suche den Himmel ab nach Hoffnung, nach Leben, nach neuen Wegen. Dann wenn Wege so holprig sind, dass ich nur noch dahin stolpere und immer und immer wieder falle, streck ich die Arme aus und warte auf haltende Hände.

Dann wenn Leben gut ist, der Tag hell und die Nacht nicht so bedrohlich kalt, dann will ich jemanden zum Umarmen haben. Wenn ich diese Welt betrachte und keine Worte finde für Schönheit und keine Antwort auf tief sitzenden Schmerz, dann suche ich die Straße ab nach jemandem, der mich liebt ohne dass ich mich und mein Versagen erklären muss.

Immer wieder, immer wieder, wenn ich nicht weiss wohin mit mir und meinen Träumen, dann halte ich kurz die Luft an und mach die Augen zu vor soviel Möglichkeiten, die im grellen Tageslicht für mich so unmöglich erscheinen.

Ich lese alte und totgeglaubte Worte einer Religion, die mir zum lebendigen Glauben wurde. 

Und ich merke: Mein Glauben lässt sich nicht tot treten, er trägt mich durch die Wellen des Lebens. Auch wenn nicht alles gut ist und vieles nicht heil: Gott hat sich bewährt in meinem Leben, auch wenn er es nicht müsste. Die Gewissheit, dass das, was er sagt für mich gilt, ist lebendig und tanzt mit mir durchs Leben. Mal leise und langsam, weil meine Angst so groß ist und mal stark und mächtig, weil ich mehr als Sonntagsreden brauche, und mal wie ein Sturm, der meine Wunden wegweht und meine Hoffnungslosigkeit vertreibt.

Und dann weiss ich: Geborgenheit nimmt Teil an meinem Zagen und den Tränen und Gottes Arm umarmt mein wundes Herz.

Ich wollte es immer alleine schaffen. Nun bin ich froh, denn ich muss es nicht. 

Dieses tiefe Wunder, dass der Schöpfer mein Leben sieht, meine Zukunft und meine klapprige Vergangenheit, dass er nicht geht, obwohl er könnte, das umfasst meine Seele und meine Sehnsucht nach Zuhaus. Und lässt mich sicher gehen in seiner Gegenwart, die schon immer FÜR MICH war.

Auf dem Weg durch diese Nacht – Abendsegen

Irgendwann nach einem vollen Tag ist es Zeit,
dass die Seele Ruhe findet,
Dass sie ausruht, dass sie abgibt,
Dass nichts an ihr klebt,
Dass nichts noch geistert.
Und so will ich es tun heute Abend.
Alles was geschehen ist,
Das gute, schlechte, rechte, feine.
Ich breite es aus vor meinem Schöpfer:
Schmerzend ehrlich,
Widerspenstig lösend.
Und dann liegt alles da – so nackt und bloß und frierend.
Und ich vertraue, dass gut ist, wenn alles einmal ruhen darf. 

Und ich beuge mich zum Schmerz, der mein Herz heute fest umschlungen hat,
All das, was weh tat, was nicht fair war.
Was ich nicht wollte und doch ertrug.
All die Wut und alles „Trotzdem“
Die Ungerechtigkeiten dieser Welt,
all dieses: Es macht keinen Sinn:
All das, was da war ohne geladen zu sein,
Und was mich doch ekelhaft anschmiegend fesselte und dabei so lähmte.
Ich gebe diesem Schmerz einen „Gute-Nacht“-Kuss,
Entgegen aller meiner Tränen und all meiner inneren Rebellion
denn ich weiss,
Schmerz tut das wozu er da ist,
Er tut weh!
Aber er erinnert mich auch daran,
Dass ich immer noch investiere in Beziehungen,
Dass ich immer noch glaube,
Trotz aller Realität und all diesem Leid.
Und so schick ich ganz bewusst und entschlossen den Schmerz in seine Nacht.
Denn wenn er schläft, kann auch ich ruhen,
Und wenn er ruht,
Wird es auch für mich eine gute Nacht. 

Die Sonne verschwindet und die Nacht beginnt!
Ich schließe die Augen und in die Dunkelheit hineingemalt,
Erwacht eine Armee, die sich aus der Schuld des Tages formt,
Erst schemenhaft, dann immer klarer und deutlicher,
Erwachen die Krieger, männlich, stark, majestätisch!
In geschlossenen Reihen marschieren sie mir entgegen
Es sind hunderte, nein tausende,
mit ihrem schnellen und majestätischen Gang über mein Kissen vibriert die Erde.
Sie sind zahlreich, kampfeslustig und siegessicher
Ihre Geschosse treffen immer wieder mein Herz:
Du kannst nichts, du bist nichts!
Das war ein verlorener Tag und alles, alles deine Schuld.
Sie feiern meine Wunden und sie
Jubilieren gräßlich lachend über meine Fehler.
Es sind soo viele.
Ich zittere und fühle mich so ohnmächtig ihnen gegenüber,
Dabei bin ich doch den Kampf gewohnt,
Das Dagegenhalten, Verteidigen und Zurückschiessen,
auch wenn ich gewohnt bin zu kämpfen, immer wieder jeden Tag
Diesen Kampf gegen Windmühlen
hebe ich heute Abend und hier die weisse Flagge:
Ich will Frieden schließen mit dem was nicht war,
Was ich versäumte und was ich verpasste.
Ich hisse die weiss Flagge, solange bis die Waffen gegenüber vor mir niederliegen,
Weil das ein Gesetz bei Kapitulation im Kampfe ist.
Auch wenn mich immer noch Geschosse treffen wollen.
Ich stelle mich dem Frieden,
Auch wenn ich soviel Recht hätte auf Kämpfen und Siegen. Ich weiss, der Sieg kommt nicht mehr an diesem Tag.
Und schließe mit allem „hätte“, „wäre“ und „wenn“,
Denn ein erschöpfter Krieger,
Braucht einen Break.
Er muss trinken und schlafen und neues erdenken.
Er muss kurz Ruhe finden.
Und so lasse ich liegen, was mich zerreissen will
Ich entziehe dem Schlachtplatz mein Dasein

Während ich so da liege und erschöpft die Nacht begrüße,
Sehe ich neben mir im Kissen viele kleine Worte liegen.
Auch sie sind erschöpft und doch noch so aufgewühlt vom Tag
Es sind die Wort die ich nicht sagte und die Worte die ich nicht hörte:
Es war: Ich liebe dich, verzeih.
Es war: Ist schon ok, vorbei.
Es waren die mutigen Worte, die ich nicht wagte und es waren die Worte an denen ich verzagte.
Hier neben mir sind sie so zerbrechlich. Sie wirken zart und doch so königlich.
Ich legte über sie die Decke der Vergebung,
Die allen Schaden heilt und ich sage,
Mehr zu mir wohl als zu der Welt:

Es ist okay, nun schweigt. 

Und in all dem Friedenschenken,
Und in all dem Niederlegen
Brauch ich mehr als das Sandmännchen mit seinem Sand,
Ich brauche Einen Wunderbringer,
Denn so einfach heilen Wunden leider nicht.
Und so kuschel ich mich in mein Kissen,
Gebe Gott mein Leben hin,
Sag ihm, dass ich Hoffnung wähle hier auf dieser kleinen Welt.
Und ich lasse los den Wunsch,
Nach vollkommenem Erdenleben.
Und ich gebe dem Unvollkommenem Raum.

Und während neben mir die Worte schnarchen,
Die Krieger in den Ecken liegen,
Endlich kurz zum Ruhen verdammt
und während auch der Schmerz nicht schmerzen möchte und
Der Mond mich küsst zur guten Nacht,
Werd ich stille und erkenne:
Heut nacht muss ich keine Kämpfe kämpfen,
Denn mein Entschluss steht fest,
Ich lasse los.
Und dann wenn des Nachts freche Krieger sich mein Bett hoch winden,
Dann sag ich kurz: Nein, nicht heute nacht!
Und wenn die Worte leise wimmern
Und ihr Bedauern mich erreicht.
Dann leg ich noch mal kurz die Decke über sie und flüstere nur:
Ich weis, ich weiss. 

Und aus dem Kriegsplatz wird ein Meer
Aus kuscheligen Wolkenkissen
Und auch wenn diese Wendung nicht immer ganz gelingt,
Und die Krieger auch des Nachts nicht immer schweigen…
Ich glaube, dass es gut ist,
wenn zerschundne Seelen sich bewusst fürs Ruhen mal entscheiden,
Wenn sie wissen, dass da einer ist,
Der über einem wacht, die ganze Nacht
Und dass dann, wenn ich schlafe
Der Wächter hier ein andrer ist,
Und dass die Verantwortung für diese Welt
Nicht immer nur mir zufällt. 

Zu dem Lied von Dietmar Fischenich „Auf dem Weg durch diese Nacht“
(c) Text Angelique Frowein
www.angiefrowein.de

Auf dem Weg durch diese Nacht -Abendsegen

Irgendwann nach einem vollen Tag ist es Zeit,
dass die Seele Ruhe findet,
Dass sie ausruht, dass sie abgibt,
Dass nichts an ihr klebt,
Dass nichts noch geistert.
Und so will ich es tun heute Abend.
Alles was geschehen ist,
Das gute, schlechte, rechte, feine.
Ich breite es aus vor meinem Schöpfer:
Schmerzend ehrlich,
Widerspenstig lösend.
Und dann liegt alles da – so nackt und bloß und frierend.
Und ich vertraue, dass gut ist, wenn alles einmal ruhen darf. 

Und ich beuge mich zum Schmerz, der mein Herz heute fest umschlungen hat,
All das, was weh tat, was nicht fair war.
Was ich nicht wollte und doch ertrug.
All die Wut und alles „Trotzdem“
Die Ungerechtigkeiten dieser Welt,
all dieses: Es macht keinen Sinn:
All das, was da war ohne geladen zu sein,
Und was mich doch ekelhaft anschmiegend fesselte und dabei so lähmte.
Ich gebe diesem Schmerz einen „Gute-Nacht“-Kuss,
Entgegen aller meiner Tränen und all meiner inneren Rebellion
denn ich weiss,
Schmerz tut das wozu er da ist,
Er tut weh!
Aber er erinnert mich auch daran,
Dass ich immer noch investiere in Beziehungen,
Dass ich immer noch glaube,
Trotz aller Realität und all diesem Leid.
Und so schick ich ganz bewusst und entschlossen den Schmerz in seine Nacht.
Denn wenn er schläft, kann auch ich ruhen,
Und wenn er ruht,
Wird es auch für mich eine gute Nacht. 

Die Sonne verschwindet und die Nacht beginnt!
Ich schließe die Augen und in die Dunkelheit hineingemalt,
Erwacht eine Armee, die sich aus der Schuld des Tages formt,
Erst schemenhaft, dann immer klarer und deutlicher,
Erwachen die Krieger, männlich, stark, majestätisch!
In geschlossenen Reihen marschieren sie mir entgegen
Es sind hunderte, nein tausende,
mit ihrem schnellen und majestätischen Gang über mein Kissen vibriert die Erde.
Sie sind zahlreich, kampfeslustig und siegessicher
Ihre Geschosse treffen immer wieder mein Herz:
Du kannst nichts, du bist nichts!
Das war ein verlorener Tag und alles, alles deine Schuld.
Sie feiern meine Wunden und sie
Jubilieren gräßlich lachend über meine Fehler.
Es sind soo viele.
Ich zittere und fühle mich so ohnmächtig ihnen gegenüber,
Dabei bin ich doch den Kampf gewohnt,
Das Dagegenhalten, Verteidigen und Zurückschiessen,
auch wenn ich gewohnt bin zu kämpfen, immer wieder jeden Tag
Diesen Kampf gegen Windmühlen
hebe ich heute Abend und hier die weisse Flagge:
Ich will Frieden schließen mit dem was nicht war,
Was ich versäumte und was ich verpasste.
Ich hisse die weiss Flagge, solange bis die Waffen gegenüber vor mir niederliegen,
Weil das ein Gesetz bei Kapitulation im Kampfe ist.
Auch wenn mich immer noch Geschosse treffen wollen.
Ich stelle mich dem Frieden,
Auch wenn ich soviel Recht hätte auf Kämpfen und Siegen. Ich weiss, der Sieg kommt nicht mehr an diesem Tag.
Und schließe mit allem „hätte“, „wäre“ und „wenn“,
Denn ein erschöpfter Krieger,
Braucht einen Break.
Er muss trinken und schlafen und neues erdenken.
Er muss kurz Ruhe finden.
Und so lasse ich liegen, was mich zerreissen will
Ich entziehe dem Schlachtplatz mein Dasein

Während ich so da liege und erschöpft die Nacht begrüße,
Sehe ich neben mir im Kissen viele kleine Worte liegen.
Auch sie sind erschöpft und doch noch so aufgewühlt vom Tag
Es sind die Wort die ich nicht sagte und die Worte die ich nicht hörte:
Es war: Ich liebe dich, verzeih.
Es war: Ist schon ok, vorbei.
Es waren die mutigen Worte, die ich nicht wagte und es waren die Worte an denen ich verzagte.
Hier neben mir sind sie so zerbrechlich. Sie wirken zart und doch so königlich.
Ich legte über sie die Decke der Vergebung,
Die allen Schaden heilt und ich sage,
Mehr zu mir wohl als zu der Welt:

Es ist okay, nun schweigt. 

Und in all dem Friedenschenken,
Und in all dem Niederlegen
Brauch ich mehr als das Sandmännchen mit seinem Sand,
Ich brauche Einen Wunderbringer,
Denn so einfach heilen Wunden leider nicht.
Und so kuschel ich mich in mein Kissen,
Gebe Gott mein Leben hin,
Sag ihm, dass ich Hoffnung wähle hier auf dieser kleinen Welt.
Und ich lasse los den Wunsch,
Nach vollkommenem Erdenleben.
Und ich gebe dem Unvollkommenem Raum.

Und während neben mir die Worte schnarchen,
Die Krieger in den Ecken liegen,
Endlich kurz zum Ruhen verdammt
und während auch der Schmerz nicht schmerzen möchte und
Der Mond mich küsst zur guten Nacht,
Werd ich stille und erkenne:
Heut nacht muss ich keine Kämpfe kämpfen,
Denn mein Entschluss steht fest,
Ich lasse los.
Und dann wenn des Nachts freche Krieger sich mein Bett hoch winden,
Dann sag ich kurz: Nein, nicht heute nacht!
Und wenn die Worte leise wimmern
Und ihr Bedauern mich erreicht.
Dann leg ich noch mal kurz die Decke über sie und flüstere nur:
Ich weis, ich weiss. 

Und aus dem Kriegsplatz wird ein Meer
Aus kuscheligen Wolkenkissen
Und auch wenn diese Wendung nicht immer ganz gelingt,
Und die Krieger auch des Nachts nicht immer schweigen…
Ich glaube, dass es gut ist,
wenn zerschundne Seelen sich bewusst fürs Ruhen mal entscheiden,
Wenn sie wissen, dass da einer ist,
Der über einem wacht, die ganze Nacht
Und dass dann, wenn ich schlafe
Der Wächter hier ein andrer ist,
Und dass die Verantwortung für diese Welt
Nicht immer nur mir zufällt. 

Zu dem Lied von Dietmar Fischenich „Auf dem Weg durch diese Nacht“
(c) Text Angelique Frowein

Nur mal so…

Gott,

In all meinem Wandern und allem Verstehenwollen,
In all dem Richtigmachen und Hoffnung sähen
In all meinen Träumen und all meinem Sehnen

Halt ich mich fest an dir,
Denn es ist DEINE Liebe zu mir, die allen Schaden heilt
Es ist DEINE Hand, die nach mir greift, wenn ich mich verlier!

Du bist es selbst, der in dieser kaputten Welt,
Stück für Stück sein wunderschönes Reich direkt in meine Mitte stellt.
Und mich in allem sieht und mich in allem führt.

Da wo ich Angst habe, bist du mein Leuchtturm, der mich sicher nach Hause bringt. 
Da wo ich zittere, bist du mein Emanuel, der „Gott mit mir“ in einer gottverlassnen Welt…

Ich verstehe dich nicht- aber ich lehne mich an.
Weine, wie ein Kind, wenn Wort nicht trösten kann… finde zu Hause, finde dich selbst. 

Wo ist ein Gott wie du! Du hältst sie- meine kleine Welt!!
Du warst schon immer gut zu mir! 

Danke für dich – einfach nur so!