Heiliger Moment….

Eigentlich wollte ich gerade schlafen gehen, ausruhen um bereit zu sein für die nächste Woche mit ihren Herausforderungen an mich und meine Leistungsfähigkeit. Ich hab meine Kopfhörer aufgesetzt und wollte nur kurz ausprobieren, ob das mit der Bluetooth Verbindung klappt. Und plötzlich war ich gefangen in der Welt von Liedern und Textern und beruhigenden Melodien… Tränen laufen ohne erkennbaren Grund und jeder, der mich jetzt sieht, denkt sich nur: Das Mädel braucht dringend Hilfe! 😉

Dabei sind es nur diese Worte, die zu mir dringen und mich kurz aufhalten in meinem Lauf in dieser geschäftigen Welt. Worte, die mich treffen:
„Alles wird gut,“ spricht der Schöpfer so tief in mein Herz, dass es sich wie Lobpreis anhört, obwohl ich doch eigentlich nur schlafen gehen wollte. Dabei waren da keine großen Nöte vorhanden – nur die alltäglichen, die sich eh nicht vertreiben lassen.
Da waren ein paar Worte, die mich aufforderten dieses Leben zu umarmen, langsamer zu gehen, zu lieben und mich lieben zu lassen. Es waren ein paar Worte, die sagen, dass Gott trägt auch in der nächsten Woche. Dass da ein Gott ist, der in der Langeweile hält genauso wie in der ständigen selbst ausgewählten Überforderung; der Wege bestätigt und Wege offen hält. Jemand, der noch da ist, wenn das Licht ausgeht und Wege unklar bleiben.
Er zeigt mir auf, dass Menschen in meinem Leben sind, die auch morgen noch da sind. Jemand, der nicht nur Hoffnung gibt, sondern die Hoffnung selber ist. Jemand, der Begabungen gibt, die ich ohne Hast und Schwere einsetzen darf.

Und ich lasse mich kurz fallen und schliesse die Augen – denn irgendwie ist das gerade ein heiliger Moment. Ein Moment, der mir Leben einhaucht und aufrichtet, der mich so tief durchdringt, dass ich das Atmen kurz vergesse.

Wenn ich jetzt schlafen gehe, dann in der Gewissheit, dass ich Kind Gottes bin. Mit all dem was ich mitbringe, was ich trage und auch mit all dem, was ich nicht loslassen kann. Gewissheit, die mich einhüllt in eine Decke der Liebe und Kraft, die ich von mir selbst nicht haben kann.

…. und ich höre das Lied zu Ende.

„Unmöglich ist viel, viel ist groß – wir sind größer….“
(Brücken zum Mond / Tagträumer) Songtext: Brücken zum Mond

Manchmal braucht es nicht viel für solch einen heiligen Moment. Und er ist heilig, weil er mich dazu bringt, meine verdreckten Schuhe auszuziehen um vor Gott zu stehen und ihm einzugestehen, dass ich ohne ihn nichts kann und mit ihm und durch ihn zu all dem fähig bin, was er mir in diesem Leben gibt. Ohne Druck und ohne Hast – einfach so als geliebtes Kind in seinem Königreich, das schon längst da ist.

So plötzlich wie der Moment da war, ist er auch wieder weg… ich tauche wieder auf in der Gegenwart und schreibe noch auf um selbst zu glauben, was ich erlebt habe.
Ich hoffe, dass ich etwas von diesem heiligen Moment mit in die neue Woche nehme und dass ich verändert bin, verändert lebe und nicht vergesse, dass Gott immer da ist.
Ich wünsche dir solch einen heiligen Moment, der dich trägt und laufen lässt… gerade das was du momentan brauchst.

So, und jetzt geh ich trotzdem mal schlafen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.