Gedanken an Gott…

Herr Jesus,
Ruhig will ich werden,
Mehr inne halten und Rast machen,
Luft holen
Und wieder ausatmen.
Denn du bist Gott!
Und ich muss es nicht sein.
Vorbereitet sind die Dinge,
Die ich tun soll,
Eingebettet in deinen Masterplan.
Gelesen hab ich das oft,
Aber das Herz weigert sich,
Daran zu glauben,
Denn es kennt eigene Wege,
Die auch zum Ziel führen
Aber deinen Frieden nicht kennen…
Gott, begegne mir,
Dann wird alles anders!
Halte mich,
Führe mich,
Lass mich nicht los!
Du bist mehr als Leben,
Das will ich glauben….

Was unser Dachboden mit Abschied zu tun hat…

„Und was machst du jetzt, wenn die Kids morgens im Kindergarten sind und du mal so richtig Zeit für dich hast,“ fragt meine Freundin beim gemeinsamen Essen. Ganz stolz verkünde ich: „Ich miste unseren Dachboden aus.“  „Aha,“ ist ihre kurze Antwort. „Ja, aber das machst du doch schon die letzten 2 Jahre.“
Mist! Ertappt. Anscheinend ist das wohl ein längeres Projekt, das mir gar nicht so bewusst ist. Dieses ewige Ausmisten nervt mich und trotzdem hockt da so ein fieser kleiner Antreiber irgendwo in meinem Herzen und jagt mich die marode Speichertreppe hoch.

Nein, dies wird keine Offenbarung eines Messi. Tut mir leid!
Ich habe bestimmt andere Marotten – aber nicht diese. Ganz im Gegenteil: Eigentlich liebe ich Ordnung. Bloss nicht zuviel herum liegen haben, bloss kein Chaos. Ich habe mal gehört, dass die, die zuviel Chaos in ihren Gedanken haben, viel Ordnung um sich herum brauchen. Ja, das bin ich!
Wenn ich mit einer Freundin zusammen sitze und wir unseren Kaffee getrunken haben, ertappe ich mich beim stillen „schnell wegräumen“ von leeren Tassen und Kekstütenmüll, damit es gemütlich bleibt – also so wie ich es als gemütlich ansehe. Ich atme durch, wenn alles seinen Platz um mich herum hat, wenn ich nicht andauernd über Spielzeug stolpere und Deko dezent und auch ein wenig praktisch ist. Wisch mal über eine Fensterbank mit 100 Sammelfiguren und du verstehst was ich meine.
Und auf der anderen Seite ist und bleibt Ordnung ein ewig leidiges Thema bei mir. Schwer fällt es mir, bestimmte Dinge weg zu geben und auszumisten. Das was ich nicht sehe, kann manchmal ruhig da bleiben. Auf Speichern und im Keller, in Schränken und Schubladen… Vielleicht braucht man es ja noch. Denn es kostet so viel Energie: Das Ansehen, Erinnern, Überlegen, Neu Ordnen, Weggeben und Loslassen…
Ich stehe nun im Zuge dieses „Projekts“ schon seit Jahren immer mal wieder auf unserem Dachboden, und er würde sich freuen, mal was an Gewicht zu verlieren. Doch jeder Versuch zu entrümpeln scheitert. Da sehe ich Dinge, die ich mal gekauft habe, Anziehsachen für meine beiden Kinder. Und ich weiss noch genau, wann ich es gekauft habe und wie der Große doch so niedlich drin aussah und ich muss zugeben: Es ist der Abschied, der mir schwer fällt. Denn, wenn ich diese Teile hergebe (weil sie ja einfach keine Daseinsberechtigung mehr haben) dann sage ich ja auch „Goodbye“ zu einer Phase meines Lebens. Und ich hasse Abschiede. Ich will sie einfach nicht.
Vor langer Zeit hat mal eine Freundin gesagt, dass Gott möchte, dass wir Dinge hinter uns lassen – Gute wie schlechte! Das mit dem „Loslassen negativer Dinge“leuchte mir ein. Es ist wichtig, mit leichtem Gepäck zu reisen. Schlechte Dinge nicht immer wieder hervor zu holen und wieder neu zu durchdenken oder sich damit schlecht zu fühlen.
Aber wie ist das mit dem Guten? Warum soll es so wichtig sein, das Gute mal los zu lassen. Ich erinnere mich so gerne und es tut gut. Ich habe in meinem Leben schon so viele tolle Menschen kennen gelernt, die mich irgendwann verlassen haben. Nicht aus Böswillen oder mit wilder Trennungsgeschichte. (Obwohl, das gabs natürlich auch ;-))
Es gibt Zeitabschnitte mit Menschen, die irgendwann einfach vorbei sind. Menschen gehen andere Wege, leben in anderen Städten oder Ländern oder die Interessen verändern sich. Und dann bleibt manchmal nur noch die Erinnerung an gute, gemeinsame Zeiten, Gespräche und wertvolle Freundschaften, die aber nicht mehr da sind. Auch wenn das nicht immer toll ist, es ist auch ein Teil unserer globalisierten und schnelllebigen Welt….
Manchmal werde ich dann wieder wehmütig, wenn ich mich erinnere. Dann denke ich viel nach und das Erinnern tut auch gut. Aber es hält mich auch an vergangenem und gibt der Gegenwart nicht viel Raum.
Menschen verändern sich, das Leben verändert sich. Und da wo ich loslasse, habe ich dann auch mehr Platz in Herz und Hand für neue gute Dinge und neue Menschen…. Im Verstand sehr klar aber im Herzen so oft dann auch nicht.

Ich halte wieder ein neues Kleidungsstück in der Hand und denke, das wird jetzt auch meinem zweiten Kind nicht mehr passen. Ich schlucke! Wieder ein Abschied! Eine Phase geht vorbei. So schnell! Und dann wird das Ausmisten zur Zeitreise, zum Erinnern und zum Loslassen müssen in meiner kleinen Welt. Und dann merke ich, es hat mehr mit mir zu tun als ich es mir eingestehen will.
Das Gute loslassen in der Hoffnung, dass auch der neue Tag und die neue Phase Gutes in sich trägt – oder vielleicht noch besseres. Loslassen und wieder Raum schaffen für neues! Es kostet einfach viel Energie!

Aber ich bleib dran und kämpfe mich durch den Berg meiner Errungenschaften. Versuche nicht nach draussen zu schauen, denn der Himmel ist strahlend blau – bloss nicht drüber nachdenken, was ich jetzt stattdessen machen könntet. Halte durch! Lass dich hier oben einsperren, klapp die Tür hoch, raste aus und zerstöre die Hälfte der Sachen, die hier sind – aber WERD ENDLICH MAL FERTIG!

(…..)

Ich bin weit gekommen mit meinem Projekt „Dachboden“. Viele Dinge sind weg. Und doch liegt noch viel vor mir. So richtig fertig wird man wohl nie! Manches will ich auch nicht hergeben. Denn ich möchte mich von Zeit zu Zeit auf dem Dachboden verstecken und mich dann erinnern an vergangene Tage, an witzige Momente, an Dinge, die vorbei sind aber die mal dazu gehörten zu meiner Welt.
Dann will ich alte Hefte und Briefe durchwühlen und mich hinsetzen und mir selber sagen: Weisst du noch!
Und dann packe ich ein paar Anziehsachen der Kids aus und lache vielleicht, weil alles schon so lange her ist und trotzdem alles irgendwie seine Daseinsberechtigung hat in meinem Leben.
Und dann mischt sich in die Wehmut des Vergangenen vielleicht auch was Dankbarkeit für das Leben was ich habe.
Und neben dem, dass manche Sachen wirklich weggeworfen oder verschenkt werden müssen, will ich barmherziger werden mit mir und meinen Marotten. Und mich freuen, dass ich Dinge habe, die mir immer wieder helfen mich zu erinnern!

Gedanken zum Sonntag

Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine …
Psalm 139,23 (SLT)

Herr, an diesem Morgen,
Der noch so still vor mir liegt
Da will ich mich aufmachen,
Dir zu begegnen
Kurz anzuklopfen
In der Hoffnung,
Dass du da bist für mich
Und mein Herz
Und meine Zweifel
Und meine Sorgen.

Dann wünsche ich mir,
Dass du mich veränderst
Und prägst,
Dass deine Sorgen um diese Welt
Auch mich interessieren
Und dass deine Liebe für diese Welt
Auch mich erfasst und
Mich mehr tun lässt
Als ich selber könnte
Und selber wollte.

Verändere mich
Und schenk mir Augen,
Die mehr sehen wollen
Als nur mich und mein Streben.

Gib mir ein Herz,
Dass aufsteht gegen Ungerechtigkeit
Und gegen Bequemlichkeit,
Die mich oft so sehr lähmt
Und unfähig zurück lässt.

Prüfe mich,
Ob ich noch auf dem Weg bin,
Den ich doch immer mit dir gehen wollte.
Lass mich lernen,
Dass Lieben wichtiger ist
Als recht zu behalten,
Dass du wirklich fähig bist
Mich und mein Leben zu verändern.

Ich begreife dich nicht
Und doch
Hinterlässt du immer wieder ein Lächeln auf meinem Gesicht,
Eine tiefe Gewissheit,
Dass gut ist wie ich bin
Weil du gut bist. Punkt!

Und an diesem Morgen
Hinterlass ich bei dir
Ein Stück dieser Sehnsucht,
Dieses Leben zu begreifen
Und anzukommen.

Danke, dass du
größer bist als meine kleine Welt.

Worte, die bleiben …

Neben all den Reden der Großen und ach so Wichtigen, sind es doch die Worte des Alltags, die unsere Welt zusammenhalten oder aus den Angeln heben. Es sind die guten Worte, die wieder glauben lehren und die Leben einhauchen können, wo sich Tod breit machen will.

Die ehrlich gemeinten Komplimente, das Nachfragen und Mut machen. Es ist das, was wir an Gutem in dem anderen sehen und aussprechen, was so kraftvoll ist, dass es tatsächlich irgendwann in Existenz kommt. Worte, die bleiben!
Neben dem Schweigen und Zuhören sind es die freundlichen Worte, die Tage erhellen und Situationen verändern.
Dazu müssen wir uns entscheiden. Sachlich und manchmal recht emotionslos, denn unser Ego will meist doch ganz anders. Das Ego dreht sich um sich und seine Befindlichkeiten. Es spricht eher aus was nicht gut ist und was den anderen schadet um selbst besser da zu stehen.

Meine Entscheidung!
Wenn ich kritisiere, will ich länger schweigen, um bessere Worte zu finden als nur dem anderen die Schuld vor die Füße zu schmeißen.

Worte, die bleiben?
Worte werden bleiben. Und sie tragen dazu bei, in was für einer Welt wir Morgen leben. Sie tragen dazu bei, ob sich Licht breit machen kann oder ob die Dunkelheit mal wieder das letzte Wort hat.

Eine Welt, die noch funktioniert – doch das tut sie nicht!

Gott, du lässt viel zu in dieser Welt, und ich verstehe es so oft nicht.
Ich denke zu viel und liebe zu wenig. Ich komme nicht nach bei all dem, was diese Welt bietet oder was ich zu bieten hätte.

In all dem Chaos meiner Gedanken schickst du mich nochmal los.:
Du lässt mich in den Arm nehmen, ermutigen, zweifeln und Antworten finden. Du hältst mich fest und lässt mich laufen, du setzt mich ein mit meinen Begabungen und verhinderst nicht mein Versagen.
Du hast mir gesagt, dass ich gehen und mich verschenken soll. Und dann hast du den Rest dazu getan. Den Rest, der das geschafft hat, was ich nie gekonnt hätte.

Eine offene Tür zu Menschen, denen ich so selten begegnen kann, Beziehungen zu Menschen, die ich ohne dein Dazutun nie kennengelernt hätte. Worte, die bleiben und Mut, der sich in meinem Herzen festgesetzt hat und mich näher zu dir bringt. Und bei dem, was ich vielleicht versäumt habe, hast du dein “es ist ok, Tochter” gegeben.

Ich stehe hier und bin dankbar. Dankbar, dass du immer noch Gott bist und ich immer noch dein geliebtes Kind. Und auch dankbar dafür, dass ich Teil einer Gemeinschaft bin, die mit dir unterwegs ist und “die Extrameile” rennt – auch wenn die Kraft schon längst nicht mehr ausreicht. Ich bin sprachlos, Herr vor dir. Auch wenn ich sooft Worte finde.
Danke, dass da, wo ich nicht hin gehen kann, du trotzdem deinen Weg findest. Ermutigt bin ich, dass diese Welt, die nicht funktioniert, immer noch DEINE Welt ist!

In Liebe – Angie

… Gedanken zu unserem Projekt im JUCA 2017
“ NIE ERWACHSEN WERDEN“  – Schultour (weitere Infos im folgenden Video)

https://vimeo.com/226437044

Katzenstreu

Unsere 15 Monate alte Tochter leidet an Reiseübelkeit.

Gar kein großes Ding, wenn du kein Auto fährst. Tust du es doch, sind Wechselklamotten, Textil- Erfrischer, Müllbeutel, jede Menge Feuchttücher und gute Nerven Pflicht.
Wir rannten zum Arzt, denn der Urlaub mit langer Autofahrt stand bevor. Wir gaben Medikamente, keine Milch mehr, erhoben die Hände zum Himmel, hofften und bangten. Und tatsächlich: Es schien als wäre diese Phase plötzlich nach dem Sommer vorbei. Sowie die Kinder irgendwann nicht mehr gestillt werden, einfach durchschlafen, nicht mehr krabbeln sondern sich mit dem Kopf zuerst in eine neue Phase stürzen. So schien auch hier endlich Land in Sicht…

Aber nein! Es war nur die Ruhe vor dem Sturm, die Vorbereitung auf ihren großen Tag! Auf heute!!
Nach all den Wochen mit sinnlosem Mitschleppen von Handtüchern und Wechselklamotten waren wir irgendwann unvorsichtig geworden. Und so wurden die Wechselklamotten und Handtücher bald komplett aus dem Auto entfernt…

Der große Tag meiner Tochter war der Tag, an dem ich alleine nach Düsseldorf fuhr um meinen Schwager um seine Freundin vom Flughafen abzuholen. Ich dachte noch kurz dran, dass die Fahrt ja was lang sein könnte für ihren empfindlichen Magen, dass ich ja noch das ein oder andere Medikament zuhause hätte. Aber der kurze Gedanke ging im heillosen Chaos des Morgens unter und so fuhr ich ohne all dies nach Düsseldorf.

Die Hinfahrt war recht entspannt und außer, dass meine Tochter ihren Schnuller immer wieder nach unten in den Fußraum schmiss und ihn dann laut klagend zurückforderte schien es eine „Happy – Clappy- Family Tour“ zu werden, und wir kamen sogar pünktlich am Zielort (oder irgendwo da in der Nähe) an. Schwager und Freundin wurden begrüßt und ins Auto geladen. Weiter ging es: Rückfahrt wieder über die Autobahn.
Wir schwatzten gerade so nett, da hörte ich ein vielsagendes und nicht so wohlklingendes Geräusch und sah schnell in den Rückspiegel.

Meine Tochter beförderte soeben alle Zwiebacks, Milch, Brot und was ihr Magen sonst noch so an diesem Morgen enthielt auf Halstuch und Bluse. Gott sei dank hatte ich die Jacke vorher ausgezogen. In ihrem Schoß und dem Kindersitz sammelte sich bereits eine dickflüssige, bröckchenhaltige Substanz. In dem Moment bog ich auf die Autobahn ab.

„Nein, du kannst nicht auf die Autobahn fahren,“ meinte mein etwas verweifelt wirkender Schwager, der neben Tara saß und dem spontan der etwas undankbare Job zugefallen war, das Kind nun zu reinigen. „Halt an, du musst hier anhalten!“ War sein nächster Zuruf.

„Hier? Auf der Autobahn?“ War meine erstaunte Antwort.
„ Ja, hier auf dem Standstreifen“ rief dieser nur zurück.
Und, ehrlich. Ich höre nicht oft auf Männer und besonders nicht beim Autofahren. Was ich definitiv nach dieser Fahrt als das weiseste ansehe was ich mir je zur Gewohnheit gemacht habe.
Aber in diesem Moment war ich einfach zu erschlagen von der Situation und dachte: Ok, hier hat jemand einen Plan. Dann mach ich das wohl mal. Ich hielt also nach der nächsten Kurve auf dem –ach so sicheren – Standstreifen, stieg aus und öffnete die hintere Autotür. In dem Moment realisierte meine Tochter wohl, dass dann, wenn Mama mitten auf der A44 auf dem Standstreifen hält um mal kurz hinten „Hallo“ zusagen, wohl Zeit für Panik war. Daher brüllt sie mir entgegen und signalisierte mir, dass ein Problem vorlag und dass dies wohl mit ihrer übelriechenden, nassen Bluse ( plus Accessoires) zu tun haben musste.
Ich begann also auf der Autobahn, dem Standstreifen und hinter einer Kurve meinem Kind mit den Feuchttüchern aus dem Fußraum meines Wagens den Ausschnitt abzutupfen. Ich entfernte die größten Bröckchen aus einer Mischung von Milch, Zwieback und Brot und schmiss alles in eine Mülltüte, die noch nicht der Entrümpelung des Autos zum Opfer gefallen war. Preis den Herrn für noch ein bisschen „MESSI IN MIR“. Zwei Tüten waren in dieser Situation mehr als Gold wert.

Als ich aber so langsam wieder Herrin meiner Sinne wurde (ja das kommt vor) und realisierte, dass ich immer noch auf dem Standstreifen einer Autobahn stand und es bestimmt Sicheres auf der Welt gab, beschloss ich kurzerhand, das ganze Prozedere abzubrechen und weiter zu fahren. Auch wenn das wieder Proteste bei meinem Schwager auslöste. Ich verteilte also den Textil – Erfrischer im Auto und drehte die Heizung voll auf, um die Tochter durch Saunafeeling von ihrem Elend abzulenken. Dann bestätigte ich ihr noch kurz mit einem Mama-Kuss durch den Rückspiegel, dass ich sie über alles liebte. (Ob sie wohl in dem Moment leise Zweifel daran hegte?) und brauste über die Autobahn.

Als ich so daher fuhr musste ich an ein Gespräch mit meiner Freundin denken, dass ich den Abend davor hatte.
Sie meinte noch, dass sich Catsan Katzenstreu Kugeln super mit Erbrochenem vollsaugen, und man diese in solchen Situationen einfach hinstreuen sollte. Man könne am Ende dann einfach alles (Erbrochenes und Catsan Katzenstreu Kugeln) zusammen wegfegen und entsorgen. Gut, nen Handfeger hatte ich jetzt nicht – aber die Geschichte hörte sich trotzdem sehr erstrebenswert an.

Nächstes Problem: Ich hatte auch kein Catsan Katzenstreu dabei – Und während ich so daher fuhr, hörte ich nur, dass die Kleine sich noch zwei Mal neben einem einfach völlig überforderten Schwager übergab. Und nein, die Vernunft hatte mich erreicht und ich hielt während der gesamten Fahrt auf keinem weiteren Standstreifen. Ich überließ meinen Schwager auf der Rückbank seinem Schicksal…. Das nennt man wohl die Rache für tolle Tipps auf Autobahnen.

Und während ich weiteren Textil – Erfrischer im Auto verteilte und das Fenster ab und an öffnete, warf ich am Ende doch mal imaginäres Catsan Katzenstreu auf den Schoß meiner Tochter.

Die Stillen Helden

Heute geht mein Dank hinaus zu all den stillen Helden,

hinaus zu all den Kämpfenden

und Leidenden,

zu all denen,

die einfach einen Schritt weiter gehen

und den Krankheiten trotzen

und all den Rückschlägen,

diejenigen, die aufgeben und neu anfangen,

die zwei Schritte zurück und scheinbar

nur einen Schritt nach vorne machen

und trotzdem weiter humpeln

belächelt und verspottet.

Es geht an alle,

die beten:

Anhaltend, trotzig,

verzweifelt und hoffend.

Ihr meine stillen Helden des Alltags!

Es geht raus an die Menschen in unserer Gesellschaft,

in Politik, Vereinen und Kirchen

die ihren Beitrag leisten

auch mal ohne Lob und ohne Ehre.

Einfach nur,

um den Tag eines anderen ein Stück besser zu machen.

Es geht an die Menschen,

die Unrecht aufklären

und Schuld vergeben,

die hinterfragen und

andere in den Arm nehmen.

Ohne die Stillen Helden des Alltags

wäre die Welt doch nur ein lärmender Ort,

Vielleicht bist du ein Stiller Held in meinem Leben.

Ich wollte nur sagen: Danke und gib bitte nicht auf!