Liebes 2021

An diesem letzten gemeinsamen Tag möchte ich dir noch ein paar Zeilen schreiben, bevor wir uns von einander verabschieden.

Ich weiß, wir hatten keinen guten Start. Normalerweise hätten wir mit tollen gemeinsamen Vorsätzen gestartet- so am 01. Januar. Wie das in all den Jahren zuvor auch war. Aber wir beide begannen im Lockdown, im stillen wahnsinnig werden. Wir beide hätten Vorfreude haben können- denn 365 Tage lagen ja eigentlich wie ein weißes Blatt vor uns. Bereit von uns beschrieben zu werden. Doch da hatte das Vorjahr schon Zuviel drauf herum gekritzelt. So völlig gegen die Regeln.

Und so konntest du mir erst mal nicht viel bieten. Du konntest mir nur sehr viel VERbieten und mich klein halten. Normalerweise gibst du in unserer „Beziehung“ immer den Ton an. Du bietest mir Aktion und Ziele, Dinge, auf die ich mich freuen kann. Du bemalst meinen Kalender mit schönen Farben. Doch 2021: Du fandest die schönen Farben nicht. 

Und als die Tage so dahin gingen, merkte ich: Du würdest dieses Jahr nicht vorbereiten. Ich musste selber wagen. Viel mehr als sonst. Ich musste selber den Schatz dieses Jahres finden, selber danach buddeln und neues wagen. Einfach nur, damit du und ich nicht verloren gingen. Ich hätte dich von Anfang an aufgeben können. Es hätten viele verstanden. 

Doch ich wollte, dass du besonders wirst. Und so habe ich die Buntstifte ausgepackt und habe losgemalt.

Es wurde mein eigenes Bild von dir und mir. 

Auf vielen Bildern gab es das hässliche Grau. Ich wollte diese Farbe nicht, denn normal ist eine Sache schwarz oder weiß. Eine Grauzone wird nicht empfohlen, aber ich malte sie dennoch oft in diesem Jahr. 

Ich hätte mehr Abstand halten sollen um die Gesundheit zu schützen, stattdessen nahm ich Menschen in die Arme, machte alles was irgendwie noch erlaubt war, hörte Menschen mit komischen Ansichten zu und versuchte zu verstehen, ersetzte Regeln durch meinen eigenen unvollkommenen Menschenverstand, malte so viel grau auf die Leinwand, weil ich vieles nicht mehr verstand.

Dann malte ich grün auf die Leinwand: die Farbe der Hoffnung. Ich sähte sie aus in meinen Texten, in Gesprächen und dem Zuhören. Ich legte Hoffnungsgrün in Kinderherzen und sprach immer: Alles wird gut! Ich half Wunden zu heilen und hoffte, dass die Mühe es wert war. Dass genug war was ich tat.

Dann malte ich gelb, weil die Welt so dunkel war. Ich tanzte zu Karnevalsmusik im einsamen Büro, fuhr mit Kamelle im Auto durch unsere Straßen und veranstaltete meine eigene persönliche Karnevalsparty, während vereinzelte Kinder am Straßenrand standen und mit mir den Augenblick feierten.

Du 2021 standest immer daneben und hast den Kopf geschüttelt und leise geschmunzelt, ich war es, die dich gestaltet hat. Du hast leise mitgewippt als ich auf die Bühnen stieg und sprach und reiste in fremde Städte und Länder. Auch wenn du meintest: Das wär jetzt nicht dran.

Oh man 2021. du warst so ängstlich, so vorsichtig. Du und ich wir waren ein ziemlich unglaublich ungleiches Paar.

Aber weißt du was. Das ist okay! So ist das manchmal in Beziehung. Manchmal muss einer von beiden mehr tun und manchmal sind die Rollen ganz anders verteilt. 

Am Ende war das Bild aber auch an vielen Stellen tief schwarz. Das war der Moment meiner inneren Wut, die ich dir entgegenschleuderte wegen all diesem „es geht nicht“, „es darf nicht sein“, „abgesagt“ oder „in Quarantäne gepackt“, „Postive Tests“, „long COVID“…

Schwarz malt sich einfach und manchmal wollte ich alles schwärzen. Dann bin ich noch im letzten Moment mit dem schwarzen Pinsel in der Hand einen Schritt zurück getreten und bin auf die Knie gefallen. Nicht weil ich beten wollte, sondern weil ich so traurig und mutlos war. Da hat mir dann jemand den Pinsel aus der Hand genommen und die Hand auf meine Schulter gelegt und mir leise zugeraunt: Es ist okay!

Nach ein paar Minuten schaute ich erneut auf die Leinwand und sah:

Jemand hatte die Farbe rot gewählt, ganz filigran füllte diese letzte Farbe den Rest der Leinwand und vollendete dieses Jahr. Es war die Liebe. So wunderschön! 

Selbst mein schwarz war willkommen neben all den anderen Farben. Die Farbe Rot zog sich durch diese komischen 12 Monate. Mal war sie kräftig, mal ganz zart. Sie war Bewahrung und Mut, Zuversicht und Kraft. Es machte dieses Jahr wirklich besonders.

Liebes 2021, es wäre falsch zu sagen: Du warst es nicht wert oder du bist zum Vergessen. Du bist doch einfach nur ein Jahr wie jedes andere. Nur hat diesmal jemand deine Leinwand besuddelt. Aber du warst farbenfroh und tieftraurig, du warst lähmend und hoffnungsbringend. Ich sage dir: Lebewohl! 

Das nächste Jahr 2022 gibt mir erneut den Pinsel in die Hand. Vielleicht bietet es mir mehr, vielleicht ist es lähmend wie du. Aber ich darf noch die Farben wählen und die Wand gestalten und am Ende hoffen auf jemanden der mir in den traurigen Stunden den Pinsel aus der Hand nimmt und weiter malt und mir dabei zusichert: Ich bin und bleibe da für dich! Du bist nicht allein!!

Weihnachten ist vorbei…

Aber kann es das überhaupt sein?
Ist Weihnachten wieder nur so ein Fest, dem wir gespannt oder angespannt entgegen sehnten, dann ausgiebig oder halt allein feierten und uns dann verabschieden ins neue Jahr, indem wir Lichterketten abhängen und Tannenbäume an die Straße stellen?
Ist Weihnachten doch nur eine von vielen westlichen Traditionen, die die einen hassen und die anderen feiern oder über sich ergehen lassen?
Vielleicht ein Tag, an dem einem im Lichterschein noch bewusster wird als sonst: Ich bin tatsächlich allein.
Und da, wo die Engel den Hirten entgegen raunten: „Fürchte dich nicht,“ bleibt meine Frage: Kann ein Krippenspiel und Tannengrün unsre Furcht vertreiben? Oder eine uralte Geschichte Wunden heilen?
Immer diese Gedanken!
Dabei könnte ich einfach Weihnachten feiern und genießen und dankbar sein für alles was ich habe. Und das bin ich ja auch: Ich liebe Weihnachten mit meiner Familie. Gerade in diesem Jahr haben wir Weihnachten mit den Verwandten mal so besonders gefeiert, dass ich glaube: Es war nie enger und nie weihnachtlicher….
Ich glaub ich habe ein paar Wunder von Bethlehem gesehen und ich war ein Teil davon. Das hält mir Weihnachten noch etwas länger im Herzen.
Wie die Hirten will ich mich weiterhin auf den Weg nach dem Stern machen. Mit dem Glauben, der manchmal nur so klein wie ein Staubkorn ist und sich kläglich an seinen Heiland klammert. Mit der Bitte, zeig mir den Weg zu dir! Zum Stall, zum Wunder. Lass mich weiterwandern deinem Stern entlang, sei du mir genug, wenn andere Sterne locken. Lass mich in dem Kind in der Krippe deine Hoffnung für unsere Welt sehen. Lehre mich, dir zuzuhören, wenn du zu meinem Herzen sprechen möchtest, lass mich mutig sein, deinen Worten zu folgen.
Und dann ist Weihnachten nicht vorbei, dann lebt Weihnachten weiter in mir. Dann sind da nicht immer Antworten auf alles, dann werde ich weiter bockig um diese Welt kämpfen und mich nicht zufrieden geben mit ein paar frommen Antworten. Aber du Gott selbst wirst den Weihnachtsstern vor mir herführen, so groß und strahlend, dass selbst ICH ihn nicht übersehen kann. In dieser Welt, wo wir denken: Es geht nichts mehr! Keine Zeit für Nähe und Halt. Dann wirst du bei mir sein und diese Welt wieder was zurechtrücken und dann werde ich andere treffen, die bereit sind zu gehen und zu geben. Und wir werden gemeinsam Brücken bauen und Menschen an die Hand nehmen.

Dann heilt unsere Welt weiter, weil Weihnachten nicht vorbei ist. Weil Weihnachten heute ist und morgen.

Das ist mein Wunsch für dieses neue Jahr.
Vielleicht hängen wir die überflüssige Weihnachtsdeko ab, aber behalten diesen Zauber im Herzen und bleiben mutig auf dem Weg. Ein bisschen mutiger als bisher, weg vom König Herodes, hin zum Kind – auch und trotz der Angst.

Lichter

Und wenn ich in dieser Adventszeit dem Herzen einmal mehr zuhöre und es klagen lasse. Dann raune ich ihm zu: Ich weiß!
Dann drücke ich ihm einen Kuss auf wunde Stellen, dann knuddel ich es einmal fest und sag: „Aber vergiss die Lichter nicht, die sooft brannten und den Weg wiesen. Dann denk an die Menschen, die da waren und Mut machten. Dann denk an den Segen, den Gott ausgeschüttet hat in deine kleine Welt.“


Und während ich das Licht am Weihnachtsbaum betrachte und dem Herz gnädige Weihnachtsklänge ins Ohr summe, streu ich wie nebenbei leise kleine Mutkörnchen aus. und später essen wir gemeinsam heimelige Hoffnungskekse. Dann klopfe ich mit ihm den Alltagsstaub von seinen Füßen und erwarte Großes, hoffe Schönes!!

Frohe Weihnachten!

2. Advent

Ich war gestern Abend in Köln und bin nachts um 1.00 Uhr mit zwei Kollegen am Rhein spaziert. Da waren Boote beleuchtet und Brücken angestrahlt Als wir weiter Richtung Innenstadt liefen, erstrahlte der Dom. Es war so unendlich schön. Ein Kollege machte ein Foto von diesem Lichtertraum, ein anderer Kollege meinte, das wäre ja kein richtiges Foto sondern so ein Schnappschuss, den man sich eh nie wieder anschauen würde.
Ich hatte mich an diesem Abend bereits leergeredet, hab 5 Weihnachtsmärkte abgeklappert und lecker gegessen. Ich wollte eigentlich jetzt keine Diskussion über Fotos. Aber so ein zwei Gedanken kamen mir dann doch als der Kollege, der das Foto gemacht hat, plötzlich meinte: „Aber es ist so ne Erinnerung, die man hat.“
Ich schaue mir immer wieder gerne Fotos an. – auch immer mal wieder die unendlich vielen Schnappschüsse auf meinem Handy. Sie erinnern mich daran, dass etwas da ist, was ich heute schon vermissen kann, es hält Momente fest und verzaubert den missmutigen Geist in mir, der sagt: Ist alles doof! Diese Schnappschüsse zeigen mir heute:
2021 war kein verlorenes Jahr – selbst Kultur hat stattgefunden und ich durfte ein Teil davon sein, es zeigt: Wir waren Teil vom Ganzen. Es zeigt auch traurige Bilder, wie die letzten Tage meines Papas im Altenheim, seine Beerdigung und das Grab. Sie zeigen auch das was nicht schön war (natürlich nur dann wenn man in irgendeiner Weise dann ein Foto hat), es zeigt ein Stück Leben, das was man oft verdrängt. Rückblick ist das für mich, dankbar sein ist das für mich.
Und es ist auch Argumentationsgrundlage. Wenn mein Herz oder auch andere Leute mir sagen, dass dieses Jahr ja mal wieder so viel abgesagt wurde und wir mal wieder gar nichts machen konnten und das alles doch eine ziemlich trübe Zeit war, dann sage ich: Ja, das stimmt, ABER… und dann erzähl ich was war, was man machen konnte, was gut war und was gestimmt hat.

Ich weiss, dass Menschen auch im letzten Jahr traurige Dinge erlebt haben – das habe ich auch. Aber ich habe auch gutes erlebt und schönes gesehen.

Wichtig ist natürlich auch, dass man Momente für Fotos erschafft und das fordert ein wenig Mut und ein wenig „mehr tun“ als nötig. Nicht alles müssen alle machen. Aber jeder kann etwas tun, damit die Seele auftankt, andere Menschen getragen werden, Kinder sich freuen und diese Welt ein Stück schöner wird.

„Fürchte dich nicht,“ war schon am vergangenen Sonntag ein wichtiger Gedanke für mich und zieht sich so gefühlt durch den Advent 2021. Und dazu kommt noch: Sei und bleibe mutig! Gestalte da, wo du kannst! Lass dich nicht von deiner oder der Angst anderer Menschen treiben. Geh den Weg, den du gehen kannst. Behaltet einander im Auge, im Arm und im Sinn.
Gott segne dich dabei! Gerade heute am zweiten Advent, aber auch an jedem weiteren Tag.
Erschaffe gute Momente, die mindestens auf ein Foto deiner Handykamera passen und die du hervorkramen kannst, wenn dein Herz wieder nicht glauben will, dass Gott es gut mit dir meint.
Ich wüsche dir eine von Mut geprägte Adventszeit!

1. Advent

Es ist quasi kurz vor knapp, dass mein Gruß zum ersten Advent noch irgendwie pünktlich erscheint. Aber das passt zum heutigen Tag:Als am Morgen die ersten Bilder mit festlich geschmückten Adventskränzen mit lieben Grüßen zum 1. Advent in unserer WhatsApp Familien Gruppe eintrafen, musste ich kleinlaut zugeben: Unserer war noch nicht zu Ende gebastelt. 🙈Kommt ja auch immer sehr überraschend dieser erste Advent. 😅 Wenigstens hatten wir schon die Zweige aus dem Wald gesammelt und die Deko vom Speicher geholt. So verbrachten Tochter und ich also den Vormittag damit einen Advents“kranz“ zu basteln. Nachdem wir uns mehrere Male an der Heissklebepistole die Finger verbrannt hatten, war er fertig. Nagut: Eine Tasse fehlt noch und eine Blume dient als Platzhalter. Aber bis zum vierten Advent haben wir ja noch Zeit. Langsam wird es auch in der Wohnung weihnachtlich, wenn wir uns auch diesmal für eine minimalistische Weihnachtsdeko entschieden haben.Advent als Ankommen, als Vorbereitung auf Weihnachten: Ich bin froh, dass es vier dieser Adventssonntage gibt und dazwischen noch viele Tage. Denn ich brauche lange um irgendwie weihnachtlich besinnlich zu werden. Und meist schaffe ich es gar nicht. So viel reist durch meinen Kopf, soviele Gedanken finden nicht rein in die besinnliche Zeit des Jahres. So viel sollte und könnte besser sein, soviel ist es dann einfach nicht.Dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, dass ich aktiv Zeit finden will, wo meine Menschen Platz finden, wo ich mich einfach daran freuen will, dass es sie gibt. Und dafür lege ich selber meine Sorgen nieder. Ich kann soviel gerade nicht ändern- das werde ich meinen Gedanken immer wieder laut zurufen müssen. Aber es gibt Dinge, die ich tun kann: Ich bin immer noch diejenige, die gestalten kann, ich kann immer noch meine Sorgen zu dem Gott geben, der sich da ankündigt als Friedefürst und Heilland. Gebe ich es doch dem, der die Welt in der Hand hält, gebe ich es doch dem, der sagt: Fürchte dich nicht! Mach ich es doch in der gesamten Adventszeit und hoffe darauf, dass dann, wenn ich diese Sorgen abgebe, wirklich Frieden kommt und Gedanken schlafen gehen können. Wenn ich die Sorgen aus der Hand gebe, habe ich diese wieder frei zum Gestalten und Aufbauen, zum Festhalten und Tränenabwischen oder andere nach oben ziehen und sie einfach mal länger als nötig festhalten.Es ist gut, dass es 4x Advent gibt, vier Wochen, einen kompletten Monat. Denn es gibt genug Gedanken, die keinen Hafen finden. Und es dauert lange bis sie Heimat finden….Und wenn ich Sorgen abgebe, werde ich gleichzeitig meine Menschen in die Arme nehmen. Werde Wege finden für Begegnung und Trost. Werde das „Miteinander – Lachen“ und „Gemeinsam – Nach -Vorne -Blicken“ als eine Prioriät im Alltag machen. Werde diese Zeit besonders machen, werde ein Kerzenanzünder für andere in dieser wirren und dunklen Zeit. Das wünsche ich uns für diese vor uns liegenden Wochen.Habt einen guten Start in die erste Adventswoche!#advent#ankommen#poesie#gedanken

„Pessimismus kommt von alleine. Für Optimismus muss ich kämpfen.“
Vierte Welle, so viele Meinungen, abgesagte Bühnentermine, Kinder in Quarantäne und das geliebte Homeschooling und auch ganz viel Angst und Mutlosigkeit um mich herum. Ich kann es verstehen.
Hänge ich doch selbst mitten drin.
Ich wünsche dir und mir, dass wir gestärkt und nicht kaputt durch diese Zeit kommen.
Und dass wir einen Ort haben, am dem wir einfach den Bauch raushängen lassen können, klagen, blöde Dinge sagen und uns dabei ein Stück zuhause fühlen dürfen. Heute Morgen saß ich über Kaffee und Bibel und war innerlich so müde. (Und das lag wohl nicht nur an der unmenschlich frühen Uhrzeit.)
Ein Gedanke kam mir: Wenn Gott doch Gott ist, dann kann er mir doch auch Göttliches geben! Also nicht nur das, was ich kenne und auch echt nice ist, sondern vor allem das, was wirklich durchträgt, was anhaltend stark macht, mehr als irdische Hoffnung, mehr als so ein bisschen warme Worte einer veralterten Religion.Und das war dann mein klägliches Gebet für meinen Tag: Gott, gib mir dieses MEHR, was mich wirklich heilt und wirklich stärkt. Nicht nur so ein bisschen, sondern so ganz groß, dass es auch für die Menschen um mich herum reicht.Und wenn ich dann wieder gestresst, abgefuckt und mutlos durch die Welt schlappe, denke ich an mein Gebet vom Morgen und flüstere nur: Denk dran Gott: Ich brauche dich! Und zwar das volle Programm von dem, was du als mein Papa hinbekommst… Und das ist dann besser als Optimismus, besser als durchhalten und „wird schon“Einfach nur darum, weil es das Herz ganz tief drinnen heilt. Neben all den Dingen, die sich so tief festgesetzt haben und sich so weigern, geheilt zu werden.
Liebe an euch und verliert nicht den Mut!!

Happy Birthday

Happy Birthday für dich heute hier und jetzt! Es ist so toll dich zu haben, mit dir diese Welt zu gestalten, zu reden, zu schweigen und nach all der Zeit immer wieder Neues an dir kennen zu lernen. Was wäre mein Leben ohne dich! Es wäre ärmer an Gutem! Genieß deinen Ehrentag! Ich feier dich! Auf noch ganz viele Jahre. Leb deine Träume, das was dich begeistert, zu Tränen rührt und dich lebendig hält . Ich bin gerne dabei und bewundere deine Art diese Welt für mich, unsere Familie und unsere Gesellschaft Stück für Stück schöner zu machen. Du bist mein größter Teamplayer, Liebe meines Lebens, Heimatgeber und Momenterheller. Du bist mein Kerzenanzünder für dunkle Stunden und mein Kraftgeber, wenn meine Kraft klein bleibt.Und wenn du mir noch etwas Zeit gibst, dann tanzen wir gemeinsam noch unendlich viele gemeinsame Tänze und bleiben verbunden und füreinander! Ich trink auf dich mein Freund! Happy happy Birthday. Gott halte dich an seiner Hand! Und trage dich durchs neue Lebensjahr!! Ich liebe dich!

Dankbar sein…

Wer dankbar ist, sieht selbst in kleinen Pfützen
Das große Meer der Möglichkeit,
Und erkennt in kleinen liebevollen Gesten,
Ein Königreich der Liebe.

Wer dankbar ist, macht aus grau in grau
Einen bunten Regenbogen.
Und erfasst die Größe dieser Welt
In kleinen scheinbar unsichtbaren Schritten.

Wer dankbar ist,
Hebt seinen Blick und macht Platz für Gnade 
Und hebt sich selbst damit empor
Heraus aus irdischem Verzagen.

Alles wie immer…

Da war diese Idee, so Anfang 2020. Wir wollten mal wieder was als Schwester zusammen machen. Obwohl die jüngste Schwester definitiv einen Spaziergang mit Rentieren, Alpakas oder anderem Getier bevorzugt hätte, setzten wir Älteren uns durch und kauften Karten für einen Comedyabend mit Lisa Feller in Solingen.
Jaaaa und dann kam Corona und ich war noch so sehr davon überzeugt, dass der Abend im März mit der Lisa doch bestimmt noch stattfinden würde. Aber Corona war schneller und schickte uns alsbald in den stillen Lockdown.

„Ihre Veranstaltung wird verschoben – die Karten behalten ihre Gültigkeit“ bekam ich als sachliche Email. Na gut, entspannt bleiben. Erste Verlegung auf den 06.09. 2020 Naja gut! Das war ja bald und so informierte ich die Schwestern. Die Älteste war bestimmt wirklich traurig, dass wir jetzt noch 6 Monate warten sollten. Die anderen beiden, also die eine mit den Alpakas und die andere, die auch Alpakas mag – aber halt nicht so mega doll, nickten nur und akzeptierten die Verlegung der Veranstaltung. Ende August dann die nächste Email vom Veranstalter: Gute Neuigkeiten! Für ihr Event wurde ein Ersatztermin gefunden. Ja, wer wollte jetzt einen neuen Termin? Also ich nicht! Hatten wir doch gerade voll viel Zeit und so. Gut, also verschoben sie das Event auf den 22.09.
Als ich die Info weitergab, meinte die älteste Schwester noch: Was soll das denn bringen? Vom 06.09. auf den 22.09. verschieben – als ob dann alles besser wäre.

Naja, ich dachte nur: Die haben halt Glauben, dass das mit der Pandemie spätestens am 22.09. vorbei ist. Zuckte nur mit den Schultern und notierte die Daten im Kalender.

Am besagten 22.09. trafen wir uns und fuhren gut gelaunt nach Solingen um vorher noch in einer schnuckeligen Pizzaria vor Ort in unseren fröhlichen Abend zu starten. Das mit dem Zeitmanagement ist bei uns noch ausbaufähig und so hofften wir, dass der Pizzabäcker schneller bug und auch direkt nach der Flasche Wein Nummer 1 die nächste brachte- bitte mitsamt Rechnung. Denn wir waren jetzt schon zu spät dran …

Wir schaufelten schnell das Essen in uns rein, spülten alles mit leckerem Vino Primitive runter und rasten zur Eventlocation ins „Cobra“. Die eine Schwester war schwanger und durfte daher fahren. Das klappte auch fast gut. Schief geparkt an der Location und ab ins Gebäude.

Schon als wir durch den etwas verwaisten und dunklen Biergarten liefen, wunderten wir uns über die fehlenden Menschen vor Ort. Wir beruhigten uns damit, dass alle anderen bestimmt schon drinnen saßen, weil wir einfach mal viel zu spät dran waren. Die Zeit im Nacken, spurteten wir durchs Gebäude – keiner hielt uns auf. Wo wir hin musste, wussten wir nicht. Am Ende kamen wir dann bei einem Mädel an, dass an einem Kassenhäuschen saß und sich sichtlich etwas langweilte…
„Hallo,“ ich zeigte die Karten. „Lisa Feller, hier sind wir.“

Die junge Dame wurde kurz was wach und wunderte sich. Ähm… ne hier seid ihr nicht richtig. Hier ist das Kino. Ihr müsste wieder zurück und in die Eventhalle- gleiches Gebäude aber ne Etage tiefer.
Also rannten wir zurück. Ich checkte nochmal kurz das Datum: 22.09. Alles richtig. Aber wo waren die Menschen und warum war es so still. Schien ja sehr lustig zu sein diese Lisa Feller, wenn man niemanden lachen hörte. Vielleicht hätten wir doch das mit den Alpakas machen sollen.
Da sahen wir das Schild „Halle“ und stürmten auf die Tür zu. Die Tür war zu.

Kurz dachte ich, dass die uns wegen Corona bestimmt nicht reinließen. Scheiss Corona! Die schwangere Schwester lief noch mal zur Kassiererin um zu checken, was da los war.

Als sie zurück kam meinte sie nur: Die meinte: Da war jetzt auch den ganzen Morgen keiner, der aufbaute…
Ich schaute noch mal auf die Karte, auf das Datum. Aber da stand es: 22.09…. Und dann schaute ich auf das Jahr! 2021. Wir waren einfach mal ein komplettes Jahr zu früh.

Jetzt machte alles Sinn. Natürlich verschob man eine Veranstaltung nicht noch mal 2 Wochen weiter nach hinten, weil man glaubte dass die Pandemie dann doch endlich mal vorbei sein sollte.

Nach dem Motto „So, du Kackcoronavirus! Zwei Wochen gebe ich dir noch und dann verziehst du dich wieder. Denn Lisa Feller steht in den Startlöchern und wir können jetzt bitte nicht noch mal verschieben!“

So sassen wir dann am Ende des Abends im verwaisten dunklen Biergarten und lachten darüber, dass wir einfach mal gemeinsam so endlos verpeilt waren.

Gestern war dann wieder der 22.09. diesmal im Jahre 2021 und wir machten uns wieder gemeinsam auf den Weg. Die eine Schwester war nicht mehr schwanger und der Biergarten begrüßte uns mit Lichterketten, und andere Menschen waren vor Ort. Und dazu auch Lisa Feller mit ihrer ersten Show nach der Pause. Wir wollten Corona ja schon vor einem Jahr in die Knie zwingen – aber es hat dann doch was länger gedauert…. Egal, Leben passiert und wir sind mittendrin.
Gegessen haben wir vorher übrigens wieder und… zu spät waren wir auch wieder.

Also alles wie immer 🙂