Weihnachten ist vorbei…

Aber kann es das überhaupt sein?
Ist Weihnachten wieder nur so ein Fest, dem wir gespannt oder angespannt entgegen sehnten, dann ausgiebig oder halt allein feierten und uns dann verabschieden ins neue Jahr, indem wir Lichterketten abhängen und Tannenbäume an die Straße stellen?
Ist Weihnachten doch nur eine von vielen westlichen Traditionen, die die einen hassen und die anderen feiern oder über sich ergehen lassen?
Vielleicht ein Tag, an dem einem im Lichterschein noch bewusster wird als sonst: Ich bin tatsächlich allein.
Und da, wo die Engel den Hirten entgegen raunten: „Fürchte dich nicht,“ bleibt meine Frage: Kann ein Krippenspiel und Tannengrün unsre Furcht vertreiben? Oder eine uralte Geschichte Wunden heilen?
Immer diese Gedanken!
Dabei könnte ich einfach Weihnachten feiern und genießen und dankbar sein für alles was ich habe. Und das bin ich ja auch: Ich liebe Weihnachten mit meiner Familie. Gerade in diesem Jahr haben wir Weihnachten mit den Verwandten mal so besonders gefeiert, dass ich glaube: Es war nie enger und nie weihnachtlicher….
Ich glaub ich habe ein paar Wunder von Bethlehem gesehen und ich war ein Teil davon. Das hält mir Weihnachten noch etwas länger im Herzen.
Wie die Hirten will ich mich weiterhin auf den Weg nach dem Stern machen. Mit dem Glauben, der manchmal nur so klein wie ein Staubkorn ist und sich kläglich an seinen Heiland klammert. Mit der Bitte, zeig mir den Weg zu dir! Zum Stall, zum Wunder. Lass mich weiterwandern deinem Stern entlang, sei du mir genug, wenn andere Sterne locken. Lass mich in dem Kind in der Krippe deine Hoffnung für unsere Welt sehen. Lehre mich, dir zuzuhören, wenn du zu meinem Herzen sprechen möchtest, lass mich mutig sein, deinen Worten zu folgen.
Und dann ist Weihnachten nicht vorbei, dann lebt Weihnachten weiter in mir. Dann sind da nicht immer Antworten auf alles, dann werde ich weiter bockig um diese Welt kämpfen und mich nicht zufrieden geben mit ein paar frommen Antworten. Aber du Gott selbst wirst den Weihnachtsstern vor mir herführen, so groß und strahlend, dass selbst ICH ihn nicht übersehen kann. In dieser Welt, wo wir denken: Es geht nichts mehr! Keine Zeit für Nähe und Halt. Dann wirst du bei mir sein und diese Welt wieder was zurechtrücken und dann werde ich andere treffen, die bereit sind zu gehen und zu geben. Und wir werden gemeinsam Brücken bauen und Menschen an die Hand nehmen.

Dann heilt unsere Welt weiter, weil Weihnachten nicht vorbei ist. Weil Weihnachten heute ist und morgen.

Das ist mein Wunsch für dieses neue Jahr.
Vielleicht hängen wir die überflüssige Weihnachtsdeko ab, aber behalten diesen Zauber im Herzen und bleiben mutig auf dem Weg. Ein bisschen mutiger als bisher, weg vom König Herodes, hin zum Kind – auch und trotz der Angst.

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